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63 zentrale Wohnungen - Baugenossenschaft Neu-Ulm bebaut Braun-Areal

Die Baugenossenschaft Neu-Ulm baut mitten in der Stadt Wohnungen: ein Mix aus öffentlichem gefördertem und frei finanziertem Wohnungsbau, aus Miet- und Eigentumswohnungen.

CHIRIN KOLB | 0 Meinungen

Im Westen was Neues - das gilt derzeit fast für die ganze Neu-Ulmer Innenstadt. Realgrund baut am Jahnufer, der Konzertsaal musste einem Neubau weichen, und direkt anschließend steht demnächst das Braun-Areal zur Neubebauung an. Die Baugenossenschaft Neu-Ulm (BGNU) plant auf dem Gelände zwischen Krankenhaus-, Silcher- und Luitpoldstraße 63 Wohnungen, die in zwei Bauabschnitten erstellt werden. Der Stadtrat hat die Aufstellung des Bebauungsplans "Braun-Areal" beschlossen.

Die BGNU hatte ein Gutachterverfahren mit fünf teilnehmenden Architekturbüros durchgeführt. Den Zuschlag erhielt der Vorschlag des Ulmer Büros Mühlich, Fink und Partner. Er sieht drei Gebäude vor, die jeweils entlang der Krankenhaus-, Silcher- und Luitpoldstraße entstehen sollen. Der Block an der Krankenhausstraße wird sechs Geschosse und damit 19,5 Meter hoch, die anderen fünf (16,5 Meter).

Gebaut wird in zwei Abschnitten. Los geht es in der Krankenhaus- und der Silcherstraße. In der Krankenhausstraße sollen 14 Eigentumswohnungen entstehen, in der Silcherstraße 25 Wohnungen im öffentlich geförderten Wohnungsbau. Im zweiten Bauabschnitt werden in der Luitpoldstraße 24 frei finanzierte Mietwohnungen erstellt.

Die BGNU ist nicht nur Bauherrin, sondern auch Eigentümerin des Grundstücks. Sie hatte das Braun-Areal, das nach einer ehemaligen Schreinerei an dieser Stelle benannt ist, von der Stadt gekauft, um dort Wohnungen zu bauen.

Die BGNU investiert auf dem Braun-Areal rund zehn Millionen Euro. Ein Teil der Baukosten soll durch den Verkauf der Eigentumswohnungen wieder eingespielt werden. So sei es auch möglich, günstige Mietwohnungen für finanziell schlechter gestellte Menschen zu finanzieren, sagte BGNU-Geschäftsführer Uwe Fliegner im Sommer bei der Vorstellung des Projekts. Zudem fördert der Freistaat Bayern den Bau günstiger Mietwohnungen mit öffentlichen Zuschüssen.

Für die neuen Bewohner soll eine Tiefgarage mit 57 Stellplätzen und Zufahrt über die Luitpoldstraße entstehen. 57 Stellplätze für 63 Wohnungen - das erschien manchen Stadträten kürzlich in der Sitzung dann doch arg wenig. Aber da ist nichts zu machen, sagte Oberbürgermeister Gerold Noerenberg. Erstens können Investoren Stellplätze auch ablösen, also Geld an die Stadt zahlen. Zweitens gilt in Neu-Ulm ein Stellplatzschlüssel für Neubauten: pro Wohnung müssen 1,3 Parkplätze nachgewiesen oder eben abgelöst werden. Für die Innenstadt ist dieser Stellplatzschlüssel allerdings halbiert. Die Überlegung dahinter: Innenstadt-Bewohner haben weniger Autos als andere, weil vieles zu Fuß erreichbar und vor allem das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs gut ist.

So recht zufriedenstellend ist dieser Stellplatzschlüssel aber nicht, sagte der OB. Gerade in der Innenstadt fehlen Parkplätze, daran haben Anwohner-Parkausweise und Parkscheinautomaten nichts geändert. Anwohner klagen, dass vor allem abends alles zugeparkt sei und sie keinen Parkplatz fänden. "Das Problem ist erkannt. Wir denken über Änderungen nach."

Er geht jedoch auch davon aus, dass Investoren, die hochwertige Wohnungen bauen, schon aus eigenem Interesse ausreichend Parkplätze für die künftigen Bewohner schaffen. "Sonst werden sie ihre Wohnungen nicht los."

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