39. Leben-Wohnen-Freizeit bietet Sport-Arena und Harley-Halle

Ulm.  Auf der größten Ausstellung in Ulm, der Verbrauchermesse Leben-Wohnen-Freizeit, werden vom Wochenende an 85 000 Besucher erwartet. Eine spezielle Attraktion stellt die Sport- und Showbühne der Vereine dar.

Die 39. Verbrauchermesse Leben-Wohnen-Freizeit erhält dieses Jahr durch eine Sport- und Show-Arena einen jungen, frischen Anstrich. Zu dieser Aufbruchstimmung passt, dass sie am kalendarischen Frühlingsanfang, also am Samstag, 20. März, beginnt. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Bauen, Wohnen, Renovieren: 300 der 550 Aussteller gehören zu dieser Kategorie. „Die Leben-Wohnen-Freizeit ist die große Ulmer Baumesse“, sagte Rainer Vogel vom privaten Messeveranstalter Ulmer Ausstellungs GmbH (UAG).

Weil die Nachfrage nach Ausstellungsfläche trotz der Krise stabil ist, kann die UAG wieder das komplette Messegelände in der Friedrichsau mit neun Hallen, dem Freigelände und insgesamt 37 000 Quadratmetern belegen. Vogel erwartet bis zum Ende der Messe am Sonntag, 28. März, rund 85 000 Zuschauer. Sie kommen aus einem Umkreis von etwa 70 Kilometern, um in Ulm eine der „großen Verbrauchermessen Süddeutschlands“ zu sehen.

Eine besondere Attraktion soll die Sportarena in Halle 6 werden, wo Donau 3 FM Regie führt. Hier zeigen Vereine wie der SSV Ulm 1846, die TSG Söflingen, der TV Wiblingen oder TSV 1880 Neu-Ulm, wie attraktiver Breitensport aussieht. Der TSV bringt ein Fechtmobil mit und demonstriert, wie American Football gespielt wird. Ein Riesenprogramm bieten nach den Worten von Messeleiterin Michaela Vogel auch die SÜDWEST PRESSE und Sparkasse Ulm am Gemeinschaftsstand im Messefoyer.

Eine Neuheit ist der Auftritt von Harley Davidson Deutschland. Der US-Motorradhersteller hat mit seinem regionalen Partner House of Flames (Ringingen) die gesamte Halle 5 gemietet und baut dort den Messestand mit Bar auf, der zuletzt auf der Imot in München zu sehen war. Harley zeigt neue Modelle und Custom Bikes bis zu 120.000 Euro.

In der Donauhalle präsentiert der Energieversorger ENBW einen intelligenten Stromzähler, der den aktuellen Verbrauch übers I-Phone anzeigt. Die SWU sind dort ebenfalls vertreten, erstmals auch das Finanzamt Ulm. Das Angebot im Donausaal ist auf Kinder zugeschnitten, Spielwaren-Gänsslen baut dort Märklin-Eisenbahnen auf.

Der Wechsel unter den Ausstellern bei der Leben-Wohnen-Freizeit führt dazu, dass in den Messehallen 1 bis 3, die dem Bauen und Sanieren gewidmet sind, nun auch der Baumarkt „Bauhaus“ eine größere Fläche bespielen kann und sein Bäder-Programm zeigt. Außerdem kommt dem Thema regenerative Energien immer mehr Bedeutung zu.

UAG-Geschäftsführer Rainer Vogel machte kein Geheimnis daraus, dass vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise einige Aussteller ihre Messeflächen zurückfahren. Der Anteil der Stammkunden betrage jedoch 70 Prozent. Rainer und Michaela Vogel betonten, dass sie bei dieser Qualitätsmesse keine Preiszugeständnisse machten. Eine ausgebuchte LWF ist jedoch keine Selbstverständlichkeit mehr: „Wartelisten gehörten der Vergangenheit an“, sagte Rainer Vogel. Die Situation sei vielmehr so, dass sich immer mehr Aussteller sehr spät für eine Teilnahme entscheiden, so wie in der Wirtschaft insgesamt Aufträge erst im letzten Moment hinausgehen.

Dies führe dazu, dass bis kurz vor Messebeginn die Standflächen umgeplant werden. Eine private Bank musste abgesagt werden, weil der Betriebsrat die Sonntagsarbeit für das Personal nicht genehmigt habe.



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Autor: Frank König | 16.03.2010

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