20 Jahre Diakonie: Der Mensch ist immer im Mittelpunkt

Der Diakonieverband Ulm/Alb-Donau schaut auf 20 Jahre zurück. Das einstige Pilotprojekt ist mit seinen vielfältigen Angeboten eine feste Größe geworden.

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Ein landesweites Pilotprojekt war das, was der Kirchenbezirk Ulm/Blaubeuren vor 20 Jahren ins Leben gerufen hatte: einen Diakonieverband, der den Aufgaben in der Pflege, der psychologischen Betreuung und praktischen Hilfe einer ganzen Region gerecht wird. Dezentral organisiert mit Ansprechpartnern vor Ort in Blaubeuren, Rottenacker, Laichingen und Langenau. „Gleichzeitig konnten wir uns mit einer Stimme gegenüber den Kommunen und der Stadt präsentieren“, erinnert sich Otto Frey, Pfarrer in Rente und damals einer der Mitbegründer.

Das Rezept hat sich bewährt. „Wir sind nah an den Leuten dran“, sagt Pfarrerin Petra Frey, die seit einem Jahr Geschäftsführerin ist. Obwohl auch beim Diakonieverband inzwischen Themen wie sicherer PC-Arbeitsplatz, Datenschutz, Qualitätssicherung und Dokumentation einen großen Raum einnehmen. „Es besteht in Deutschland der Hang zur Überregulierung“, bedauert daher Dekan Ernst Wilhelm Gohl, der erste Vorsitzende. Wertvolle Zeit für die zu betreuenden Menschen gehe verloren.

Fachkräftemangel macht Sorgen

Zu allererst für diejenigen in der Pflege. Hier gehe der Verband seinen eigenen Weg: „Bei uns werden sie versorgt bis zum Tod, wenn es notwendig ist“, sagt Maria-Cornelie Grube, die als Ärztin und stellvertretende Vorsitzende des Verbandes die Pflegeeinrichtung in Rottenacker im Auge hat. Auch die Schuldnerberatung ist seit langem eine Aufgabe sowie das Thema Demenz. „Das Café für die Angehörigen ist ein Renner“, sagt Petra Frey. Daneben ist der Verband in der Flüchtlingshilfe engagiert und koordiniert Ehrenamtliche.

Ein Blick in die Zukunft: Sorge bereite der Fachkräftemangel in der Pflege und in den Kindergärten, sagt die Geschäftsführerin. „Wir wollen unsere Kompetenz behalten.“ Ansonsten will sich der Verband an die bisherige Maxime halten: Der Mensch steht im Mittelpunkt.

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