1933: Nazis besetzen das Hotel Mohren

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Am Vormittag des 2. Mai 1933 wurde das Ulmer Gewerkschaftshaus am Weinhof von der SA besetzt. An die Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten erinnert eine Ausstellung des DGB im Schwörhaus noch bis einschließlich kommenden Samstag. Titel: ". . . gerade Dich, Arbeiter, wollen wir". Foto: Volkmar Könneke

Wie die Gewerkschaften von der Machtübernahme der Nazis betroffen waren - durch Enteignung, Verhaftung, Folter und Mord - zeigt noch bis Samstag, 25. Mai, eine Ausstellung im Gewölbesaal des Schwörhauses. Der DGB bietet an diesem letzten Ausstellungstag noch einmal eine offene Führung an. Beginn: 11.15 Uhr, Treffpunkt vor dem Haus am Weinhof 12. Die Ausstellung zeigt auch die Situation der Ulmer Gewerkschaften. Dazu wurden drei Tafeln gestaltet: eine zu den Geschehnissen in Ulm, eine zur Vita des Gewerkschafters Leonhard Gerlinger und eine zur Geschichte des Gewerkschaftshauses. Von 1920 an wurde das Hotel Mohren von den Gewerkschaften genutzt, am 2. Mai 1933 von den Nationalsozialisten besetzt, von der Deutschen Arbeitsfront genutzt und 1944 komplett zerbombt. Seit dem Wiederaufbau 1954 wird das Haus am Weinhof wieder von den Gewerkschaften genutzt.

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Kommentare

23.05.2013 16:06 Uhr

Falscher Stolz

Obwohl, wie Habermas als seines Zeichens Holberg-Preisträger formuliert, von der Allgemeinheit unabdingbar dazu aufgefordert, zumindest die zeitgenössischen Vertreter des längst nicht mehr von der Hand zu weisenden Befunds der gesellschaftlichen Verfasstheit des Wesens jedes Einzelnen mit offenen Armen zu empfangen, weigern sich aus dadurch völlig unerfindlichen Gründen nicht wenige Bürger deren Erkenntnisleistungen gebührend willkommen zu heißen. Die gegenwärtige Ausstellung im Ulmer Schwörhaus beschränkt sich insofern keineswegs darauf, die nationalsozialistischen Umtriebe am Beispiel der Folgen für freie Gewerkschaften in den 1930er Jahren aufzuzeigen. Vielmehr belegt die Dokumentation ein Fehlverhalten, welches noch heute überboten werden soll.

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