1700 Plastikschalen müssen ausgetauscht werden
Ulm. Die Sitze der Haupttribüne im Donaustadion müssen ausgetauscht werden. Bei einem Brandtest der Ulmer Feuerwehr haben sie gebrannt wie Zunder.
Die Betonkonstruktion der Tribüne im Donaustadion stammt aus dem Jahr 1952. Als das Stadion im Herbst und Winter 1989/90 renoviert und umgebaut wurde, wurden Haupt- und Vortribüne mit grünen Schalensitzen ausgestattet. Zuvor hatten die Zuschauer auf harten Holzbänken gesessen. Diese mittlerweile 20 Jahre alten Plastiksitze müssen jetzt schnellstens ausgetauscht werden. Die Brandversicherung hatte wieder einmal wissen wollen, ob die Sitze die Vorgaben an die Sicherheit noch erfüllen. Bei diesem vor einigen Wochen angesetzten Test musste die Ulmer Feuerwehr feststellen, dass sie mittlerweile leicht entflammbar sind und wie Zunder brennen.
"Nachdem die Schalensitze jetzt schon zwei Jahrzehnte lang ungeschützt Sonne, Luft und Regen verkraften mussten, existierten bereits im Vorfeld erhebliche Zweifel, dass sie noch so feuerresistent sein können, wie sie es bei ihrer Anschaffung waren", berichtet ein Feuerwehrmann, der nicht genannt werden will. Offensichtlich völlig zu Recht: Ein ausrangierter Sitz, gegen den die Flamme eines Feuerzeugs gehalten wurde, brannte in Sekundenschnelle. Ein Vergleichstest an einem zweiten fühlte zum selben Ergebnis. Ob die Sitze auf der Gegentribüne, die im Sommer 1998 errichtet wurde, ebenfalls in dieser Form gelitten haben, ist noch offen. Ihre Überprüfung sei für demnächst angesetzt.
Welche Auswirkungen haben die festgestellten Mängel auf den Spielbetrieb? "Keine", versichert Ralph Seiffert, stellvertretender Leiter der städtischen Abteilung Bildung und Sport. Beim Feuertest der Wehr seien Mitarbeiter dieser Abteilung zugegen gewesen. Man habe festgehalten, dass ad hoc nichts geschehen müsse.
"Die 1700 Sitze auf der Haupt- und Vortribüne werden erst im Herbst ausgetauscht", bestätigt Wolfgang Hitzler vom Zentralen Gebäudemanagement der Stadt Ulm. Eine entsprechende Ausschreibung sei schon auf den Weg gebracht. Die Verwaltung schätze, dass die Aktion rund 100 000 Euro kosten werde.
Info Jedem, der einen der alten Sitze erwerben will, bietet die Stadt den Verkauf an. Kosten: 10 Euro. Wer sich dafür interessiert, sollte sich per E-Mail melden unter h.haeussler@ulm.de
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Autor: JÜRGEN BUCHTA | 21.08.2010
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Der SSV Ulm unterlag am Samstag den Gästen von Eintracht Frankfurt II 3:5. Foto: Dana Hoffmann
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Kommentare (5)
und für schlappe 10€...
darf sich dann jeder einen ausgelutschten Feuerstuhl mit nach Hause nehmen.Ich bin mir sicher die Nachfrage wird riesig sein
Die ganze Geschichte passt zum niederen Niveau auf dem dieser "Sport" stattfindet.
Unverantwortlich
Die liefernde Firma hat diese Sitze doch auch in andere Stadien geliefert. Auch dort müssten jetzt die Alarmglocken schrillen.Es wäre unverantwortlich, die Sitze nicht auszutauschen da die Emotionen in den Stadien gedeihen und die Gefahr besteht, dass Leute ausrasten. Man fragt sich nur warum dies erst jetzt aufgefallen ist.
Unverantwortlich !???
so funktioniert „Wirtschaft“ !!in der – völlig ! unverantwortungslosen !! Wirtschaft des Kapitalismus !!!
Aber das steigert bekanntlich das Bruttosozialprodukt! jener Plutokratie !! des El Bruto Brutto !!! des Netto-sozialen !!!
http://translate.google.de/translate?hl=de&sl=es&u=http://www.elbruto.es/&ei=pClxTO7nLcqROKfA8YQI&sa=X&oi=translate&ct=result&resnum=2&ved=0CCAQ7gEwAQ&prev=/search%3Fq%3DBruto%26hl%3Dde
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Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Immanuel Kant