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1. Ulmer Medientag für Kinder und Eltern zu Möglichkeiten und Gefahren des Internets

Der Ulmer Medientag soll helfen, Medienkompetenz zu stärken. Wer sich vor der digitalen Welt verschließt, wird vom Leben abgehängt. Gerade Kinder spüren das. Eltern sollten diese Neugierde steuern.

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An den Anna-Essinger-Schulen am Kuhberg herrschte jetzt am Wochenende Hochbetrieb. Der Samstagsunterricht war zwar nicht wieder eingeführt worden, gelernt wurde aber trotzdem. Beim ersten Ulmer Medienmarkt gab es viele Information und zwölf Kurse rund um den Umgang mit digitalen Medien. "Wir sehen den steigenden Bedarf der Eltern. Das Internet hat Vor- und Nachteile. Kinder können damit kreativ umgehen, sind aber auch Gefahren ausgesetzt." Barbara Münch vom Landesmedienzentrum, die auch im Ulmer Gemeinderat sitzt, plädiert für kontrollierten Umgang mit dem Internet.

Bei so manchen Kursen rauchten die Köpfe der Teilnehmer. Wer keine Lust mehr auf den Computer hatte, konnte mit dem Fußballer-Artisten Hakan Madanoglo kicken. Bei Johannes Ender vom Jugendmedienzentrum "Etage" des Stadtjugendrings waren sowohl die Finger als auch der Geist gefragt: 8- bis 13-Jährige bauten aus Legosteinen Roboter. Die Anleitung mussten sie sich aus dem Internet beschaffen. Maren (9) und Charlotta (10) bauten einen Maschinenmenschen zusammen, der im Kreis gehen soll. Der neunjährige Ole will einen Roboter mit Ultraschallsensoren bauen, "damit er auch Hindernisse überwinden kann".

Die Kinder bei Isabell Hagg lernen den Umgang mit dem Internet. "Es gibt Extra-Seiten für Kinder, die werde ich ihnen zeigen. Außerdem sensibilisiere ich sie, was sie im Netz besser bleiben lassen sollten. Bei manchen Seiten sind Gebühren fällig oder sie sind voller Werbung", erklärt sie. Falko Pross von der Popbastion zeigte Teenagern, wie sie Musik am Computer produzieren. Bei Julian (14) und Keno (11) klappte es, der Computer spuckte erste Töne aus.

Unter Anleitung von zwei Vertretern des "Wir lesen"-Teams unserer Zeitung, Nancy Schlaegel und Uwe Keuerleber, konnten zwölf Schüler die Arbeit eines Reporters kennenlernen. Die Schüler liefen dafür durch die Schule und interviewten Besucher und Workshopleiter. Während die Kinder in ihren Kursen waren, wurden deren Eltern in Extra-Seminaren fit gemacht, zu unterschiedlichen Themen wie den Umgang mit Computerspielen und wie Eltern sich verhalten müssen, wenn ihre Kinder im Internet gemobbt werden. So empfiehlt die Medienpädagogin Barbara Münch den Eltern, über das Thema Cypermobbing zu reden, dem Kind das Selbstbewusstsein zu stärken und klare Regeln für den Umgang mit dem Computer zu vereinbaren. Cypermobbing komme oft aus Langeweile auf, deshalb empfiehlt Münch den Eltern, den Kindern auch alternative Freizeitbeschäftigungen anzubieten.

Auch über Verbote, wie ungefragtes Veröffentlichen von Fotos oder Gewaltvideos, sollten die Kinder wissen, dass sie sich strafbar machen. Wird das eigene Kind gemobbt, sollte sofort gehandelt, Beweise gesichert und die Lehrer informiert werden.

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