Zigarette löst Feuer aus

Eine betrunkene Frau hat Dienstagnacht in Senden versehentlich mit einer Zigarette ihre Wohnung in Brand gesteckt. Feuerwehrleute retteten die 50-Jährige aus dem in Flammen stehenden Schlafzimmer.

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Senden. 30, maximal 40 Zentimeter Sichtweite herrschte, als die Sendener Feuerwehrleute Dienstagnacht in eine Wohnung in der Zeisestraße vordrangen. "So dicht war der Rauch", erzählt Kommandant Peter Walter. Dennoch konnten die Einsatzkräfte die 50-jährige Mieterin rechtzeitig finden; sie wurde mit einer Rauchvergiftung in eine Klinik gebracht. Die Frau habe "riesiges Glück" gehabt, teilte die Polizei mit.

Das hätte leicht auch anders laufen können. Denn als die Feuerwehrleute gegen 23.40 Uhr von einem Notruf alarmiert an dem Mehrfamilienhaus eintrafen, hieß es: In der Wohnung, aus der Rauch drang, befinde sich niemand. So erinnert sich Kommandant Walter an den Einsatz. Erstmal mussten die Retter die Türe aufbrechen und sich dann in Atemschutzmontur durch den Qualm kämpfen.

"Wir haben natürlich mit der Wärmebildkamera alle Räume abgesucht", sagt Walter. Doch im Schlafzimmer versagte das Gerät, erkannte die bewusstlos auf dem Bett liegende Frau nicht. Denn direkt neben ihr loderte das Feuer, das sie - wie sich später herausstellte - mit einer Zigarette versehentlich entfacht hatte. Das war wiederum darauf zurückzuführen, dass sie über drei Promille Alkohol im Blut hatte. Dennoch entdeckten die Feuerwehrleute die Frau und trugen sie hinaus. Ihr eine Schutzmaske aufzusetzen, hätte zu lange gedauert, erklärt Walter.

Den Brand hatten die Einsatzkräfte schnell gelöscht. Und nachdem das Wohnhaus belüftet worden war, konnten die anderen Bewohner wieder zurück in ihre unversehrt gebliebenen Wohnungen. Der Schaden in der Wohnung der 50-Jährigen wird auf rund 15 000 Euro geschätzt. Im Einsatz waren 25 Feuerwehrleute, drei Rettungswagen mit Notarzt sowie Polizeistreifen.

Weiter unklar ist indes, was das Feuer in der Nacht auf Dienstag in einer Wohnung in der Sendener Gartenstraße ausgelöst hat. Die Untersuchungen dauern noch an.

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