Walrossstoßzahn in der Post

Beamte des Zollamts Ulm-Donautal haben einen Walrossstoßzahn beschlagnahmt. Er war für einen Empfänger aus Neu-Ulm bestimmt und kam per Post aus Brasilien.

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Wie das Zollamt Ulm mitteilt, hatte der Empfänger selbst einige Zeit in Brasilien gelebt und sich den Stoßzahn nachschicken wollen. Doch das Zollamt wurde auf die Sendung aufmerksam und öffnete sie. Zunächst waren die Beamten davon ausgegangen, dass es sich bei dem mit afrikanischen Schnitzereien verzierten Stoßzahn um Elfenbein handelt.

Zur Klärung schickten sie den Stoßzahn zu Experten des Zolls am Stuttgarter Flughafen. Diese kamen zu dem Ergebnis, dass der Stoßzahn von einem Walross stammt.
 
Nach den Bestimmungen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens ist eine Einfuhr nur mit entsprechender Genehmigung erlaubt. Diese konnte der Empfänger aber nicht vorweisen. Auch beabsichtigt er nicht, sich eine zu besorgen. 

Deshalb beschlagnahmte der Zoll den Stoßzahn. Über den Wert des Stoßzahns konnte der Sprecher nichts sagen. Ein Foto des Stoßzahns wollte der Zoll nicht zur Verfügung stellen. 

Der Empfänger wird als Ersttäter wohl eine Verwarnung vom Bundesamt für Naturschutz bekomme. Ein Bußgeld gibt es erst bei Wiederholung oder wenn strenger überwachte Gegenstände wie Elfenbein eingeführt werden sollen.
 
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