Schlag gegen Drogendealer

Drogenfahnder haben in der Region die Wohnungen von sieben mutmaßlichen Dealern durchsucht. 60 Polizisten waren an der Aktion beteiligt.

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Der Polizei ist eigenen Angaben zufolge ein Schlag gegen die Drogenszene gelungen. Fahnder haben gestern Vormittag sieben Wohnungen mutmaßlicher Dealer in Bayern und Baden-Württemberg durchsucht. 60 Beamte waren in den frühen Morgenstunden an der federführend von der Kripo Neu-Ulm gesteuerten Aktion beteiligt.

Die groß angelegten Durchsuchungen gehören zu Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Memmingen gegen die sieben Männer im Alter von 19 bis 29 Jahren. Diese wiederum stehen im Verdacht, im Raum Neu-Ulm und Ulm illegalen Handel mit Betäubungsmitteln zu betreiben.

Rauschgiftfahnder mehrerer Polizeidienststellen, Beamte der bayerischen Bereitschaftspolizei und Hundeführer mit Rauschgift-Suchhunden nahmen Wohnungen und Anwesen in Senden, Vöhringen, Neu-Ulm, Ulm sowie Schwendi im Landkreis Biberach unter die Lupe.

Unterstützt wurden die Polizei aus Bayerisch-Schwaben von ihren Kollegen aus Baden-Württemberg, vor allem von Einsatzkräften des benachbarten Polizeipräsidiums Ulm.

Bei dem Einsatz in der Region stellten die Fahnder 40 Gramm Marihuana, eine Kräutermischung und etliche Handys sicher. Gefunden und sichergestellt wurden überdies diverse Rauschgiftutensilien, ein so genannter Crusher zum Mahlen von Marihuana und Feinwaagen etwa.

"Die weiteren Ermittlungen werden sicher einige Tage in Anspruch nehmen", sagte Polizeisprecher Christian Eckel. Er räumte ein, dass es bei den sichergestellten Drogen und Drogenutensilien "um einen kleinen Fang" handelt. Von der Auswertung der Handys aber erhofften sich die Ermittler entscheidende Erkenntnisse über Hintermänner und weitere Beteiligte.

Wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten mitteilt, handelt es sich bei den sieben Tatverdächtigen um Männer mit deutscher, britischer und türkischer Staatsangehörigkeit. Sie sind in den vergangenen Jahren polizeilich in Erscheinung getreten und einschlägig vorbestraft, wie Präsidiums-Sprecher Christian Eckel auf Anfrage sagte. Die mutmaßlichen Drogenhändler wurden vorläufig festgenommen, vernommen und im Verlauf des gestrigen Tages wieder auf freiem Fuß gesetzt.

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