Rocker für Anschlag auf Imbiss verantwortlich?

Bei dem Anschlag auf den Imbiss "Oses Cig Köfte" sind am Schwörmontag-Abend zwei Menschen leicht verletzt worden. Die Polizei verdächtigt eine "rockerähnliche Gruppierung".

|
Der beschädigte Imbiss ín der Ulmer Innenstadt.  Foto: 

Überschattet worden ist der friedliche Schwörmontagsausklang am Abend von einem brutalen Angriff auf einen türkischen Imbiss im Hafenbad. Wie mehrere Augenzeugen übereinstimmend berichten, marschierte gegen 19 Uhr vor den Augen hunderter Passanten aus der Pfluggasse kommend eine Gruppe von etwa 15 teilweise mit Arafat-Tüchern maskierten Männern vor der Filiale des Restaurants Oses Cig Köfte auf. Dann flogen Flaschen und Steine gegen die Schaufenster, die erheblich beschädigt wurden. Zudem soll Augenzeugenberichten zufolge ein Mitarbeiter geschlagen worden sein. Die Polizei berichtet, dass zwei 43- und 19-jährige Männer bei dem Anschlag leicht verletzt worden sind. Drohungen oder Parolen wurden nicht gerufen, die Angreifer verschwanden so schnell wie sie aufgetaucht waren. Trotz sofortiger Fahndung konnte die Polizei die Täter nicht aufspüren.

Der Filialleiter - er will anonym bleiben - ist überzeugt, dass es sich bei der Gruppe um Kurden handelt. Eine Kollegin von ihm macht dies daran fest, dass einige der Täter eine kurdische Fahne mit sich führten. Nach den Worten des Filialleiters war es bereits der zweite Angriff binnen 24 Stunden. Schon am Montagmorgen habe er bei Arbeitsbeginn festgestellt, dass in der Nacht eine Scheibe von Unbekannten beschädigt worden sei. Man habe beschlossen, trotzdem zu öffnen.

Die Polizei geht in ihren Ermittlungen nun allerdings dem Hinweis nach, dass es sich bei den Angreifern um eine "rockerähnliche Gruppierung" handeln könnte. Mindestens ein Besitzer des Imbisses sei laut Polizeiangaben Teil des Milieus. Zudem seien bereits Anfang Juli mehrere Personen einer Rockerbande vor dem Imbiss aufgetaucht .

Bei dem Angriff entstanden am Imbiss sowie an zwei benachbarten Geschäften ein Sachschaden in Höhe von 10.000 Euro.
Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Jamaika-Krach – Stimmen aus der Region: „Alle noch auf Endorphin“

Die Abgeordneten der Region zeigen sich angesichts des Scheiterns überrascht. Wie es weitergeht, ist für viele unklar. weiter lesen