Polizeieinsatz in der Ausländerbehörde

Mitarbeiter der Ausländerbehörde im Ulmer Landratsamt  haben am Dienstag kurz vor zwölf Uhr die Polizei gerufen, weil sie sich von zwei aggressiven Besuchern bedroht fühlten.

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„Zwei Kunden haben sich so verhalten, dass die Polizei kommen musste“, sagte Bernd Weltin, Sprecher des Landratsamtes.

Drei Streifenwagen eilten nach Angaben der Polizei zu der Behörde in der Schillerstraße. Der Einsatz wurde nach kurzer Zeit beendet: „Die Kollegen konnten die Besucher wieder beruhigen“, erklärte der Polizeisprecher. Offenbar war ein Gespräch in der Ausländerbehörde, das die zuständige Sachbearbeiterin und der Fachdienstleiter mit den beiden Ausländern führten, derart eskaliert, dass die Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen die Polizei riefen. Die Mitarbeiter der Ausländerbehörde seien darin geschult, deeskalierend zu wirken, erklärte Weltin. Das war in dem Fall nicht genug.

Es gab lautes Geschrei –  aber keine offene Gewalt. Die zwei Kunden seien nicht bereit gewesen, sich mit den Informationen zufrieden zu geben und das Amt zu verlassen. In dem Gespräch sei es um das Aufenthaltsrecht, den ausländerrechtlichen Status gegangen, eine Abschiebung sei kein Thema gewesen. Die Konsequenz aus dem Vorfall: Die beiden erhielten einen Platzverweis, dem ein Hausverbot folgen wird. Da die zwei von einem Anwalt vertreten sind, kann der Kontakt über diesen erfolgen.

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