Polizei ermittelt Betrügerbande

Sie haben Hausdächer saniert und dafür überteuerte Preise verlangt. Vor allem Senioren überrumpelten sie mit ihrer Masche. Jetzt flog die Bande auf.

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Die Polizei hat eine Betrügerbande ermittelt, die Hausdächer saniert und dafür überteuerte Preise verlangt hatte. Vor allem auf Senioren hatten es die Tatverdächtigen - ein 19-Jähriger aus Frankfurt und vermutlich zwei rumänische Arbeiter - abgesehen.

Der letzte Fall spielte in Germaringen (Kreis Ostallgäu). Dort hatte der 19-Jährige einem 88-Jährigen gesagt, dass dessen Hausdach saniert werden müsse, da Wasser durchkomme. Er könne dies für 900 Euro erledigen. Was die zwei Arbeiter taten. Daraufhin informierte der "Chef" den Mann darüber, dass die Reparatur teurer werde: Er forderte 6500 Euro. Der Senior zahlte bar. Später kamen ihm Zweifel. Er erstattete Anzeige. Seine Schwiegertochter hatte sich das Autokennzeichen notiert. So ermittelte die Polizei die Tatverdächtigen, die auch in Bad Wörishofen und Illertissen mit gleicher Masche tätig gewesen waren.

In Illertissen hatten sie am 18. August gegenüber einem Ehepaar (74 und 75 Jahre alt) angegeben, dass eine Überprüfung des Dachs nötig sei. Dabei stellten sie angeblich lose Ziegel fest. Für die Sanierung verlangten sie 700 Euro. Zu einer Zahlung kam es aber nicht, da das Paar die Polizei informierte. Ob es zu einer Erhöhung der Geldforderung gekommen wäre, ist daher unklar.

Auch in Nersingen war es jüngst zu ähnlichen Betrugsfällen gekommen. Zwei Unbekannte hatten eine Hausbesitzerin (88) im Garten angesprochen. Sie wollten das Dach reparieren. Kurz darauf kamen drei weitere Männer, die sich als Handwerker ausgaben und die Firstziegel mit Mörtel befestigten. Das Quintett verlangte 1600 Euro. Die Frau zahlte. Als die Männer weitere Arbeiten ausführen wollten, rief sie ihren Sohn an. Die Männer flüchteten.

In Oberfahlheim sprach ein Unbekannter einen 83-jährigen Hausbesitzer an und machte ihm das Angebot, Fassade und Hofzufahrt mittels Dampfstrahler zu reinigen. Als Preis wurden 3500 Euro vereinbart. Dann erschienen drei Handwerker und begannen mit der Arbeit. Als der 83-Jährige zahlte, brachen die Männer die Arbeit ab und verließen das Anwesen. Das Dach hatten sie zur Hälfte gereinigt, die restlichen Arbeiten noch gar nicht begonnen.

Die Polizei rät von solchen Haustürgeschäften ab. Seriöse Betriebe stellen ordentliche Rechnungen aus und verlangen keine Barzahlung.

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