Ölunfall: 400 Liter Heizöl fließen in Kanalisation

Am Dienstagnachmittag kam es auf einem Hofgelände im Schnürpflinger Ortsteil Beuren zu einem Ölunfall, ein Heizöltank war umgekippt und Leck geschlagen. 400 Liter gelangten in die Kanalisation.

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Beim Versetzen eines Öltanks kam es am Dienstagnachmittag auf einem Hof im Schnürpflinger Ortsteil Beuren zu einem Unfall. Zwei Männer befüllten einen etwa 1,80 Meter  hohen Standtank mit rund 1000 Litern Heizöl. Als sie den Behälter, der auf einer Palette stand, mit einem Hubwagen bewegen wollten, kippte er um und schlug Leck.  Gut 400 Liter Öl liefen deshalb in die Kanalisation und von dort in die Weihung.

Mehr als 60 Einsatzkräfte der  Feuerwehren aus Schnürpflingen, Illerrieden, Staig und Dietenheim rückten aus und waren bis tief in die Nacht hinein am Fluss beschäftigt. Den Wehrmännern gelang es, die verbliebenen 500 Liter aus dem Tank zu bergen. Dabei kam auch ein in Blaubeuren stationiertes Spezialgerät, ein Abroll-Container mit Tanks für das Auffangen von Gefahrgut, zum Einsatz.

An der Weihung errichtete die Feuerwehr mittlerweile sechs Ölsperren. „Wir haben das Öl gestoppt und den Kanal gesäubert“, berichtet der Schnürpflinger Feuerwehrkommandant Reinhold Dangel, der sich mit seinen Mannen auch am Mittwoch noch um die Ölsperren kümmerte. „Wir haben die ganze Nacht kontrolliert“, sagt er. Und: „An der letzten Sperre in Staig ist noch nicht ein Tropfen Öl angekommen.“

Dass das so ist, schreibt Dangel vor allem dem zügigen Einsatz eines Saugfahrzeugs zu. Mit diesem wurde das auslaufende Öl direkt am Einlauf des Kanals in die Weihung abgepumpt. Außerdem setze die Feuerwehr Spezialbinder ein.

Material- und Personalschlacht

„So wie es jetzt aussieht, waren wir gottseidank schnell genug. Wir haben keine toten Fische oder sonstigen Tiere zu beklagen“, bilanziert Kreisbrandmeister Ralf Ziegler den Einsatz. Zwar seien inzwischen der Fachdienst Umwelt- und Arbeitsschutz des Ulmer Landratsamts sowie der Biberbeauftragte des Regierungspräsidiums Tübingen hinzugezogen worden, einen größeren Umweltschaden erwarte er aber nicht. „Das war eine riesige Material- und Personalschlacht. Aber es hätte alles  wesentlich schlimmer ausgehen können.“

Der Kreisbrandmeister geht davon aus, dass die Sperren aus  ölanziehenden Saugschläuchen noch einige Tage in der Weihung bleiben und ständig kontrolliert werden müssen. Gegen die 50 und 66 Jahre alten Männer der im Nebenerwerb betrieben Landwirtschaft ermittelt nun die Polizei. Die Stadtwerke Ulm als örtlicher Wasserversorger beobachten das Trinkwasser verstärkt. Bislang gibt es keine Auffälligkeiten.

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