Geldstrafe für randalierenden Asylbewerber

Weil er einen Mitbewohner im Asylbewerberheim in Illertissen angegriffen hat, wurde ein Somalier nun verurteilt. Er war bei der Tat stark betrunken.

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Im Illertisser Asylbewerberheim, ist es am frühen Morgen des 4. September zu eine Schlägerei gekommen. Gestern Vormittag war deswegen im Neu-Ulmer Amtsgericht die Hauptversammlung angesetzt. Die Anklage lautete auf gefährliche Körperverletzung und Sachbeschädigung. Der Angeklagte jedoch blieb dem Termin fern. Mittlerweile ist er in einer anderen Unterkunft bei Türkheim untergebracht.

Laut Anklageschrift soll der Somalier gegen 3.10 Uhr auf einen eritreischen Flüchtling losgegangen sein. Die Polizei war später hinzugekommen, um die Daten aufzunehmen. Außerdem hatten die Beamten den Blutalkoholgehalt gemessen. Satte 2,16 Promille hatten den Somalier offenbar außer Kontrolle geraten lassen. Der Geschädigte wohnt noch immer in Illertissen und war zur Verhandlung als Zeuge gekommen. Mit Messer und Gabel soll der Mitbewohner ihn verletzt haben. Dolmetscher für Somali und Tigrinisch, der Sprache, die in Eritrea gesprochen wird, waren ebenfalls zur Verhandlung geladen. Der Tigrinisch-Dolmetscher war aus Augsburg angereist. Der andere fehlte.

Neben der Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung lag eine weitere wegen Sachbeschädigung vor. Vier Tage nach dem Vorfall soll der Angeklagte in der Küche Geschirr und Flaschen zerschlagen haben. Wieder war es spät in der Nacht. Wieder war der Mann betrunken: 2,54 Promille. Weil sich ein Mitbewohner in den Scherben verletzt hatte, kam zur Sachbeschädigung noch eine weitere Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Nachdem die Prozessbeteiligten die vorgeschriebenen 15 Minuten gewartet hatten, erließ das Gericht unter Vorsitz von Richter Thomas Mayer einen Strafbefehl. Demnach wurde der Angeklagte gemäß dem Antrag der Staatsanwaltschaft zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen verurteilt. Die Höhe der Geldstrafe wird an das Vermögen angepasst. Kann der Verurteilte nicht zahlen, besteht die Möglichkeit, eine Ersatzfreiheitsstrafe abzusitzen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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