Gefahrguteinsatz am Containerbahnhof in Dornstadt

Auf dem Containerbahnhof im Ulmer Norden ging am Montag lange Zeit gar nichts. Grund dafür ist ein Gefahrgutunfall.

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Gefahrguteinsatz in Dornstadt.  Foto: 

Auf dem Containerbahnhof im Ulmer Norden herrschte am Montag stundenlang Stillstand. Grund war ein Gefahrguteinsatz der Feuerwehr, nachdem eine Chemikalie ausgelaufen war. Die Feuerwehren aus Dornstadt und Ulm waren um 10.15 Uhr alarmiert worden, der Einsatz dauerte bis gegen 16 Uhr, dann lief der Betrieb wieder an. Um den Fracht-Stau abzuarbeiten, sei die Spätschicht verlängert worden, sagte ein Sprecher der Bahn-Tochter Duss, die den Containerbahnhof betreut.

Die Mitarbeiter hatten am Vormittag bemerkt, dass aus einem Container eine Flüssigkeit tropfte. Nach Auskunft des Dornstadter Feuerwehrkommandanten Achim Lang ging aus den Frachtpapieren hervor, dass es sich um Trimethylchlorosilane handelte. Die Chemikalie ist ätzend und leicht brennbar, die Feuerwehrleute mussten daher mit schweren Atemschutzgeräten und Chemie-Schutzanzügen arbeiten. Im Container war, wie die Bundespolizei mitteilte, eines von 80 Fässern mit jeweils 200 Liter Inhalt undicht. Durch eine geplatzte Schweißnaht waren nach Schätzung der Feuerwehr höchstens 30 Liter ausgelaufen. Davon dürfte auf dem Gelände des Terminals etwa ein halber Liter aus dem Container getropft sein. Verletzt wurde niemand, eine Gefahr für die Umwelt bestand der Bundespolizei zufolge nicht.

Während die Behörde eine Materialermüdung als mögliche Ursache für die undichte Schweißnaht nennt, vermutet Duss-Sprecher Jürgen Karl, dass die Ladung nicht richtig gesichert war. Der See-Container sei in China beladen und auf der Schiene von Hamburg nach Ulm transportiert worden. Die Fracht ist für ein Unternehmen in Günzburg bestimmt, das die Chemikalie in starker Verdünnung für Kosmetikprodukte verwendet.

Die Feuerwehrleute dichteten das Fass ab und stellten es in Überfass. Der Container wurde gereinigt, das dafür verwendete Wasser aufgefangen.

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