Tödlicher Unfall auf A7: Polizei sucht Zeugen

Nersingen.  Um den tragischen Unfall auf der A 7 bei Nersingen zu klären, sucht die Polizei nach Zeugen. Sie sollen sich bei der Autobahnpolizei Günzburg melden.

Der Weg in die Ferien an die Ostsee endete in einer Tragödie: Ein 48 Jahre alter Familienvater aus Gannertshofen ist am Samstag gegen 3.15 Uhr auf der Autobahn 7 bei Nersingen ums Leben gekommen. Der gelernte Krankenpfleger wollte einem 20-Jährigen zu Hilfe kommen: Der junge Mann aus der Region Ulm hatte bei Regen die Kontrolle über seinen Sportwagen verloren, das Auto überschlug sich - und kam schwer beschädigt mitten auf der Autobahn zum Stehen. Der Familienvater hielt auf dem Seitenstreifen und wollte helfen. Auf dem Weg zum ungesicherten Unfallfahrzeug wurde er in der Dunkelheit von einem Auto mit Anhänger erfasst. Er starb noch an der Unfallstelle (wir berichteten).

Noch in der Nacht hat die Polizei einen Gutachter zur Klärung des genauen Unfallhergangs hinzugezogen. Die Autobahnpolizei Günzburg sucht in diesem Zusammenhang nach zwei Verkehrsteilnehmern, die als Zeugen in Frage kommen. Sie haben zum Unglückszeitpunkt die Unfallstelle passiert. Die Zeugen werden gebeten, sich bei der Autobahnpolizei Günzburg unter Tel. (08221) 91 93 11 zu melden.

Die Autobahn war nach dem Unfall in Richtung Würzburg bis gegen 9 Uhr streckenweise komplett gesperrt, die Schadenshöhe beträgt mehr als 20 000 Euro. Zeugenberichte, die besagen, dass der Sportwagenfahrer zu schnell auf der nassen Fahrbahn unterwegs war, wollte die Polizei gestern nicht bestätigen. Fest steht, dass der 20-Jährige nicht alkoholisiert war. Selbiges gilt für den 48-jährigen Gespannfahrer aus dem Kreis Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen, dessen Auto den Ersthelfer erfasst hatte.

Die Polizei gibt Ersthelfern aus diesem Anlass folgende Tipps:

Umgehend die Polizei unter der Rufnummer 110 verständigen.

Fahrzeug am äußersten Fahrbahnrand abstellen, Licht und die Warnblinkanlage einschalten. Warnweste anziehen.

Das Warndreieck mehrere hundert Meter vor der Unfallstelle aufstellen.

Fahrbahn nur in absoluten Ausnahmefällen und nur unter besonderer Vorsicht betreten. Die hohen Geschwindigkeiten auf Autobahnen nicht unterschätzen.

Andere Beteiligte und sich selbst schnell hinter eine Leitplanke oder am äußersten Fahrbahnrand in Sicherheit bringen. cze



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31.08.2010

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