Zwei Lausbuben auf der Bühne

Vor 150 Jahren erfand Wilhelm Busch mit Max und Moritz zwei weltbekannte Lausbuben. Sie spielen die Hauptrolle in einem Kindermusical in Nersingen.

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Nach 17 Jahren bringt Manfred Haber mit Max und Moritz von Wilhelm Busch wieder ein für ihn besonders wichtiges Kindermusical auf die Bühne. "Das war damals mein erstes Musical in Nersingen", erinnert sich der Musikschullehrer. Und weil die Geschichte von den beiden Lausbuben heuer 150 Jahre alt wird, entschied er sich erneut für dieses Werk.

80 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren werden am Sonntag mit von der Partie sein. Die beiden Vorstellungen beginnen um 11 Uhr und um 14 Uhr in der Gemeindehalle im Ortskern, der Eintritt ist frei. Schon bei der Generalprobe sah man den Knirpsen an, dass ihnen dieses Stück besonders viel Spaß macht. Nachvollziehbar, denn Max und Moritz haben nur Streiche im Kopf. Sie tyrannisieren das halbe Dorf. Und besonders Lehrer Lämpel, gespielt von Habers Tochter Corinna Riedel, bekommt sein Fett weg. Dabei hat Haber Wilhelm Buschs Werk deutlich abgeschwächt und manche der bekannten sieben Streiche kindgerecht umgeschrieben. "Teilweise wären die Dialoge dann doch zu hart."

Neben den Texten stammt auch die Musik von Haber. Die Melodien seien zwar die gleichen wie vor 17 Jahren, den Rhythmus hat er jedoch modernisiert. "Hip-Hop light", sagt Haber und lacht dabei. Für Corinna Riedel ist es besonders witzig, heuer den Dorflehrer zu verkörpern. "Vor 17 Jahren habe ich den Max gespielt. Und nun wechsele ich die Perspektive."

Max (gespielt von Anna Fuchs) und Moritz (gespielt von Lara Junginger) sind ebenfalls erfahrene Musicalprofis in Nersingen. Die beiden 17- und 13-jährigen Mädchen spielen schon seit Jahren in den Kindersmusicals von Manfred Haber mit. "Ich bin ein Bühnenkind", sagt Anna. Lara sieht das ähnlich. "Ich bin schon seit dem Kindergarten dabei." Die beiden Schauspielerinnen probten für Max und Moritz rund vier Wochen lang meist privat. "Wir können oft improvisieren, da wir wenig vorgeschriebenen Text haben", sagt Anna. "Viel wichtiger sind die Körpersprache sowie Mimik und Gestik", ergänzt ihre Freundin.

Mit den Kindern haben die beiden nur am Ende zusammen geprobt. "Damit sie wissen, wer überhaupt mitspielt", sagt Anna. Denn unter ihren Perücken seien sie nicht zu erkennen.

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