Ziel: Weg von fossilen Brennstoffen

Seit einigen Jahren berät im Auftrag der Energie-Agentur-Ulm der Architekt Andreas Beerbalk Bürger in Sachen Energieeinsparung, Technik und Fördermöglichkeiten.

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Wo kann ich sparen, wo soll ich in meinem Haus investieren, was macht auch wirtschaftlich Sinn? Energieberater Andreas Beerbalk (links) gibt einem Ratsuchenden in Thalfingen Tipps, wo er anpacken sollte.  Foto: 

Die regionale Energieagentur Ulm organisiert Energieberatungen im Kreis Neu-Ulm, in Ulm und dem Alb-Donau Kreis. Für die Beratung im Bürgerbüro in Thalfingen ist der selbständige Architekt Andreas Beerbalk seit vier Jahren zuständig. Die meisten Besucher kommen, weil sie mit einem unabhängigen Fachmann über Veränderungen an ihren Gebäuden oder Wohnungen sprechen wollen. „Im Winter geht es oft um Heizungen“, sagt Beerbalk. Im Sommer stünden eher Fenster im Mittelpunkt.

Den ersten Termin hat Thomas Weiß aus Thalfingen. Er möchte ein paar Tipps, wie er in Sachen Heizung und Energieeinsparung vorgehen soll. Weiß hat eine Ölheizung und eine Solarthermieanlage in seinem Haus und denkt über neue Lösungen mit Gas oder einer Wärmepumpe nach. Handlungsdruck sieht Beerbalk nach einem Blick auf die Verbrauchswerte nicht. Verbesserungsmöglichkeiten jedoch schon: Moderne, besser dämmende Fenster wären laut Beerbalk eine Überlegung wert. Bei bestehenden Wohnhäusern lasse die Energieeinsparverordnung Besitzern viele Freiheiten, erläutert der Energieberater. Zuschüsse gebe es, wenn mehr eingespart wird, als das Gesetz vorschreibt. Weiß muss nun überlegen, wie weit er in Dämmung, Fenster oder Heiztechnik investieren will.

Yvonne Graf aus Oberelchingen möchte an ihrer Nachtspeicherheizung etwas tun. Laut Beerbalk eine gute Idee. Die vor kurzem für veraltet erklärte und nun doch weitergeführte Technologie habe durchaus ihre Vorteile. Wenn gerade viel Ökostrom im Netz sei, könnten Energieversorger zum Beispiel die Speicher der Öfen befüllen, meint Beerbalk. Leider seien die Netze aber bislang noch nicht so klug genug, um dies effizient hinzubekommen. Auch in Sachen Größe für einen neuen Warmwasserboiler braucht Frau Weiß einen Tipp. Mit diesem Wissen will sie dann mit ihrem Sanitärausstatter noch mal darüber sprechen. So ähnlich laufen viele Gespräche ab. Oft bringen die Leute Fotos und Zahlenmaterial mit, erzählt Beerbalk. Dann habe man eine gute Gesprächsgrundlage. Eine umfassende Energieberatung sei das rund einstündige Gespräch jedoch nicht. „Wir machen eine Initialberatung, bei der die Grundfragen besprochen werden.“

Dabei gebe es stets auch ein Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie. Es sei wenig nachhaltig, noch brauchbare Heiztechnik oder Fenster rauszureißen, wenn nur ein kleiner Vorteil bei der Energieeffizienz erzielt werden kann. Ziel sei immer, von fossilen Brennstoffen weg zu kommen. Der Umstieg solle aber auch ökonomisch sinnvoll sein.

Gründung Gemeinsam haben die Stadt Ulm, die Landkreise Neu-Ulm und der Alb-Donau-Kreis mit Partnern aus dem Bereich der regionalen Energieversorger und den Kreishandwerkerschaften die „Regionale Energieagentur Ulm“ gegründet. Diese informiert Wohnungsbesitzer sowie Eigentümer von Gebäuden über den Nutzen einer energieeffizienten Gebäudemodernisierung – auch bei Beratungsterminen in den Kommunen. Und nicht nur zur Gebäudesanierung: Es gebe Tipps und Beratung auch für den Neubau, sowie zu Haushaltsgeräten. Die Agentur betont: „Alle Beratungen führen wir unabhängig, neutral, individuell und in der Erstberatung Kostenlos durch.“

Thalfingen Alle zwei Monate ist Beerbalk für jeweils eine Beratung im Bürgerbüro des Thalfinger Rathauses anzutreffen. Für ein Beratungsgespräch muss ein Termin gemacht werden.

Kommunen Informationen über die Einrichtung und Möglichkeiten der Beratung gibt es  unter regionale-energieagentur-ulm.de

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