Wulff tut Sendenern etwas Gutes

Einen Scheck, Blumen und Spielzeug hat der Sendener Bürgermeister Kurt Baiker an die Familie Madenci verteilt. Der Bundespräsident ist Pate der Letztgeborenen. Unterzeichnet hat die Urkunde Christian Wulff.

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Familie Madenci und Bürgermeister Kurt Baiker. Hauptperson des Treffens war die Kleinste im Babysafe: Servan Nurbanu Vera, geboren am 1. Januar. Privatfoto

Es muss eine seiner letzten Amtshandlungen gewesen sein: Am 16. Februar dieses Jahres hat Christian Wulff, damals noch Bundespräsident, eine Urkunde unterzeichnet, in der er die Ehrenpatenschaft für die am 1. Januar 2012 geborene Servan Nurbanu Vera Madenci übernimmt. Tags drauf trat Wulff dann zurück. Dieser zeitliche Zusammenhang allerdings war den Eltern Meltem und Aydin nicht bewusst, als ihnen Bürgermeister Kurt Baiker jetzt das gerahmte Dokument übergab.

Mutter und Vater freuten sich einfach nur über die Geste des höchsten Repräsentanten des Staates - die übrigens gesetzlich geregelt ist und nichts mit der Person zu tun hat, die das Amt ausfüllt: Der Bundespräsident wird Ehrenpate für jedes siebtgeborene Kind. Eine eher symbolische Geste, die aber immerhin mit einem Scheck über 500 Euro verbunden ist. Bürgermeister Baiker übergab zudem Blumen an die Mutter, Stofftiere an die einjährige Sevnur und die achtjährige Sevde sowie Malbücher an Mesud (9), Sevil (10) und Sevgi (11). Der 20-jährige Baris war nicht mitgekommen, er lebt und arbeitet in Neu-Ulm.

"Wir wurden davon völlig überrascht, habe nie mit so etwas gerechnet", sagte Aydin Madenci (42), der als Mathematik-Lehrer in Ulm arbeitet, mit breitem Grinsen. Seit rund zehn Jahren lebt die Familie in Senden, wohnte vorher in Unterknöringen bei Burgau. In der Stadt ist vor allem Meltem Madenci bekannt: Hier hat sich die gebürtige Türkin mit ihrem Institut für Bildung selbstständig gemacht. Dort bietet sie Sprach-, Integrations- und Fortbildungskurse an. "Das Geschäft läuft gut, wir können uns nicht beklagen", berichtete die 39-Jährige dem interessierten Bürgermeister. Er erfuhr auch, dass die Familie gut integriert ist. Alle neun haben die deutsche Staatsbürgerschaft. Die beiden älteren Mädchen besuchen Gymnasien in Ulm, haben dort den Latein-Zug belegt. Die Mittleren gehen in Senden in den Kindergarten. Die beiden Kleinsten sind zu Hause. Das werde wohl auch noch eine Weile so bleiben, sagte Meltem Madenci. Wenn sie wieder zu arbeiten anfängt, kümmere sich ein Babysitter um die Kinder.

Wulff hat übrigens auch ein Foto von sich samt Unterschrift beigelegt. Ob er das im Kinderzimmer von Servan aufhängen werde, wisse er noch nicht, meinte ihr Vater.

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