Wieder schneller in Vöhringen

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Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 in der Ulmer Straße in Vöhringen wird teilweise aufgehoben. Nördlich des Industriegleises der Firma Wieland darf wieder mit Tempo 50 gefahren werden. Wegen Anliegerbeschwerden über Verkehrslärm hatte der Stadtrat das verschärfte Tempolimit verfügt. Nach Auffassung des Landratsamts und der Polizei gebe es jedoch keinerlei Gefährdung, die das rechtfertigen würde, teilte Bürgermeister Karl Janson jetzt im Stadtrat mit. Seiner Ansicht nach tragen Tempo 30 und die damit verbundene Rechts-vor-Links-Regelung aber dazu bei, dass trotz des hohen Verkehrsaufkommens an den Einmündungen der Bahnhof-, der Frauen- und der Silcherstraße kaum Unfälle passierten. Diese Sicherheitsreserve bestehe nun nördlich des Wieland-Gleises nicht mehr. Dort seien aber viele Grundschüler unterwegs, argumentierten die Räte, daher müssten eigentlich Verkehrsinseln eingebaut oder ein Überweg angelegt werden. Da ein solcher Umbau der Ulmer Straße nicht geplant sei, wie der Bürgermeister sagte, machte Stadtrat Wilfried Maier (SPD) den Vorschlag, auf ein Provisorium zurückzugreifen. Wie auf Höhe des Friedhofs Nord sollten mobilie Verkehrsinseln und Überquerungshilfen eingebaut werden. Diesem Vorschlag schloss sich das Gremium an.

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Kommentare

28.07.2016 09:44 Uhr

Schön und schade...

... schade, weil man uns damit zuvor kommt, einen für die Stadt teuren Widerspruch einzulegen.

...schön, weil es um die Sache geht und in der Sache richtig entschieden wurde - weg mit T30!

Und wie wenig Realitätssinn und Feingefühl die Räte und Herr Janson für die eigenen Bürger haben, zeigen sie mal wieder. Da es schon vor T30 dort keine Gefahrenlage und keine nennenswerten Unfallzahlen gab, änderte T30 auch daran nichts - ganz im Gegenteil, rechts-vor-links ist dort eine höhere Gefährdung, als eine Vorfahrtsregelung - ganz zu schweigen von dem steigendem CO2- und NoX-Ausstoß, sowie des höheren Verbrauchs an solchen Strecken. Denn hier wurde ganz klar KEINE Verstetigung des Verkehrs erzielt, hier gab es nur die Nachteile von T30, keine Vorteile.

Da es auch - entgegen den behaupteten Anliegerbeschwerden über Verkehrslärm - keine Überschreitung der Lärmpegel gibt, die eine Beschränkung erlauben würden, ist T50 das einzig richtige. Mich würde mal interessieren, wieviele solcher behaupteter Anliegerbeschwerden (und aus welcher Altersgruppe) über Verkehrslärm real existierten - es dürften nur wenige sein und wahrscheinlich wie so oft nur von Leuten, die selbst nicht mehr auf zügiges Vorankommen angewiesen sind. Ich bezweifle, dass es überhaupt eine nennenswerte Zahl solcher Beschwerden gibt und spekuliere, dass dies nur als Feigenblatt benutzt wird, ebenso wie die armen Kinder, die - obwohl seit Jahren noch nie ein Problem - urplötzlich alle unfähig geworden sind, auf einem breiten Gehweg zu laufen und die Straße dort zu queren, wo es sicher ist - da gab und gibt es genug Möglichkeiten.

Nun bekommen es die Herren abermals attestiert (neben den klaren Unfallzahlen): "Nach Auffassung des Landratsamts und der Polizei gebe es jedoch keinerlei Gefährdung, die das rechtfertigen würde..."

Keine Gefahrenlage - keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Das ist geltendes Recht in diesem Lande, das leider nur allzu viele kleine Lokalpolitiker auszuhebeln versuchen. Dank vermehrtem Widerstand (so auch in Vöhringen), geht das Gott sei dank immer häufiger schief und diese Lokalpolitiker kassieren eine Niederlage nach der anderen.

Aber in Vöhringen geht an dieser super breiten, gut ausgebauten Straße (übrigens bereits MIT Verkehrsinseln), eine gute Einnahmequelle verloren. Hat man doch kurz nach Einführung von T30 dort bereits des öfteren geblitzt. Was war wohl die echte Motivation hinter T30 dort?

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