Wettbewerb dient der guten Zusammenarbeit

Einen Tennisball zielgenau zum Partner werfen - und das blind. 170 Jugendliche und ihre Ausbilder übten beim Kreisjugendfeuerwehrtag Gemeinschaft.

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170 junge Feuerwehrleute stellten sich am Samstag kniffligen Aufgaben. Hier legen die Jugendlichen eine Schlauchleitung. Foto: Iris Ranz

"Wie hoch ist wohl der Mast auf dem Sportplatz?" Sechs junge Leute in einer Gruppe stehen auf dem Sportplatz am Ortsrand von Jedesheim und überlegen konzentriert. Die meisten von ihnen schätzen gar nicht mal schlecht, er misst 17 Meter. Beim Jugendfeuerwehrtag im Landkreis Neu-Ulm mussten die jungen Nachwuchskräfte im Alter zwischen 12 und 17 Jahren einige Herausforderungen annehmen. 170 Jugendliche aus 21 Ortschaften stellten sich am vergangenen Samstag auf dem Sportplatz kniffligen Aufgaben.

Bei den sechs Stationen, die jede Wettkampfgruppe à sechs Mitglieder durchlaufen musste, waren die verschiedensten Fähigkeiten gefragt: Bei typischen Feuerwehr-Disziplinen wie dem Zusammenschrauben von Saugschlauchkuppeln, Wasser führende Armaturen nach Nutzen sortieren bis zu spielerischen Hindernisläufen war vor allem Teamwork angesagt.

"Das Hauptziel der Veranstaltung ist eigentlich das Zusammentreffen der verschiedenen Ortsgruppen", erklärt die Neu-Ulmer Kreisbrandmeisterin Karoline Nägele. "Wir wollen, dass sich die Jugendlichen kennenlernen, es kann ja schließlich auch sein, dass sie bei einem Einsatz einmal zusammenarbeiten müssen."

Deshalb waren die Wettkampfgruppen am Samstag zum Teil auch bunt gemischt. Die Mitspieler durften beispielsweise, mit einem zwischen zwei Holzplatten geklemmten Tennisball, zu zweit einen Hindernisparcours bezwingen. Oder den Ball mit verbundenen Augen einem Partner zuwerfen, der ihn entsprechend dirigierte. Hinter einer Wand lagen unterschiedliche Dinge wie ein Stahlrohr, ein Feuerwehrschlauch, ein Schlauchhalter und eine Bade-Ente, die ertastet werden mussten. Nachmittags war noch Tauziehen angesagt.

Der Kreisjugendfeuerwehrtag ist heuer Ersatz für das Zeltlager, das wegen schlechten Wetters schon die vergangenen zwei Jahre ausfallen musste. Zu gewinnen gab es natürlich auch dieses Mal etwas: Die drei besten Gruppen wurden mit einem Pokal belohnt. Jedesheim, zum dritten Mal in Folge absoluter Sieger, darf den Wanderpokal jetzt behalten. Auf dem zweiten Platz landeten die Jugendlichen aus Nordholz 1, den dritten Platz belegte eine gemischte Gruppe aus Buch-Au-Burlafingen.

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