Weißenhorn: Behörde beharrt auf Ampel an Eschach-Kreuzung

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Das Problem ist längst erkannt: Der Abzweig auf dem A7-Zubringer (NU14) ins Weißenhorner Industriegebiet Eschach soll sicherer werden. Denn die Kreuzung gilt als Unfallschwerpunkt. Diese Einschätzung teilen die Stadt und das für den Umbau zuständige Staatliche Bauamt in Krumbach. Unterschiedliche Auffassungen gibt es jedoch hinsichtlich der Frage, wie denn nun die Situation in dem Gefahrenbereich entschärft werden soll. Geht es nach dem Bauamt, dann wird der Verkehr künftig mittels Ampelanlage geregelt. Die Stadtverwaltung und die meisten Stadträte machen sich für den Bau eines Kreisverkehrs stark.

Bislang jedenfalls. Denn nun liegen die Ergebnisse einer weiteren Verkehrszählung vor, die am 15. Januar – in der ersten Sitzung des Stadtrats im neuen Jahr – vorgestellt werden sollen.

Laut der jüngsten Zahlen wird ein Kreisverkehr wohl rasch an seine Grenzen kommen, wie Michael Wagner vom Staatlichen Bauamt auf Anfrage unserer Zeitung betont. Das gelte vor allem in Spitzenzeiten, also morgens und am späten Nachmittag, jeweils im Berufsverkehr. Dann sind rund 2000 Fahrzeuge in dem Bereich unterwegs. Es gehe auch darum, den Verkehrsfluss zwischen Weißenhorn und der A7 zu erhalten, lange Rückstaus zu vermeiden. „Wir wollen dort eine Lösung, die auch in Zukunft tragfähig ist.“ Den Bau eines Kreisel sieht er kritisch. Es sei denn, man baue einen Kreisverkehr mit mehreren Fahrstreifen nebeneinander, was wohl niemand ernsthaft in Betracht ziehen könne.

Im Weißenhorner Rathaus liegen die Ergebnisse der jüngsten Verkehrszählung vor, bestätigt Bauamtsmitarbeiterin Natalie Merk. Die Zahlen müssten allerdings noch ausgewertet werden. Zu welcher Einschätzung die Verwaltung kommt, ob sie von ihrer Kreisel-Forderung abrückt, welche Beschlussempfehlung sie den Stadträten in der Januar-Sitzung vorlegt, alles das sei noch offen. Die Stadtverwaltung würde „selbstverständlich nicht mit Gewalt einen Vorschlag durchsetzen“, der keinen Sinn mache, heißt es vielsagend. Staus sind auch mit einer Ampelschaltung zu erwarten, eine Ampel-Lösung sorge keineswegs für einen besseren Verkehrsfluss auf dem Autobahnzubringer, sagen Stadträte wie Michael Schrodi (CSU).

Fakt ist: Der Umbau des Kreuzungsbereichs verzögert sich auf unbestimmte Zeit. Ursprünglich sollte das Vorhaben in diesem Jahr verwirklicht werden. Wie viel der Umbau der vielbefahrenen Kreuzung kostet, ist ebenfalls unklar. Der Landkreis Neu-Ulm übernimmt nach Angaben der Stadt zwei Drittel der Kosten, die Stadt Weißenhorn kommt für den Rest auf.

Vorschlag Thomas Schulz (SPD) und Gunther Kühle (CSU) haben im Weißenhorner Stadtrat ein Tempolimit im Kreuzungbereich A7-Zubringer/Einfahrt ins Eschach (Daimlerstraße) ins Spiel gebracht, konkret eine Reduzierung von 80 auf 60 Stundenkilometer. Das Landratsamt aber lehnt eine solche Maßnahme dort ab. Was der Zweite Bürgermeister Ernst Peter Keller (CSU) bestätigte. Die Stadt habe schon mehrfach vergeblich wegen eines Tempolimits nachgefragt.

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