Walter Burger gibt den Vorsitz beim VdK-Ortsverband Illertal auf

Walter Burger will nicht mehr: Der Vorsitzende des VdK Illertal tritt zurück. Schuld daran ist ein Streit über das richtige Geschenk für 90-Jährige.

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Streit mit Ulm: Walter Burger aus Dietenheim tritt vom Amt des VdK-Vorsitzenden zurück. Foto: Dieter Gräter

"Wegen Unstimmigkeiten mit dem VdK Kreisverband Ulm ist es mir nicht mehr möglich, den erste Vorsitzenden des VdK Ortsverband Illertal weiterzuführen": Diese Nachricht verbreitete Walter Burger aus Dietenheim dieser Tage. Der Grund? Burger stört sich an der Vergabe von City-Gutscheinen für die Stadt Ulm an die Jubilare im Kreisverband. "Das lasse ich mir nicht bieten", argumentierte er auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE/Illertal Bote.

Hintergrund: Vor zwei Jahren hat der Kreisverband Ulm beschlossen, den Jubilaren zu ihrem 90. Geburtstag Geld zu schenken. An die Ortsverbände wurden je Geburtstagskind 30 Euro in bar ausbezahlt. Das Geld sollte den Neunzigjährigen am Geburtstag im Namen des Kreisverbands überreicht werden. "Das war aber ein Schuss in den Ofen", urteilt Georg Sihler, Vorsitzender des Kreisverbands Ulm. Nicht immer habe man sicher sein können, dass das Geld auch bei den Jubilaren ankommt. "Wenn wir nachgefragt haben, stellte sich oft heraus, dass die Geburtstagskinder nur eine Flasche Wein bekommen haben." Der Rest sei wohl in der Ortsverbandskasse verschwunden. "Ich kenne doch meine Schwaben!", sagt Sihler. Außerdem hätten die Verantwortlichen der Ortsvereine beim Besuch der Jubilare häufig auch nicht erwähnt, woher das Geschenk stamme. Deshalb habe sich der Kreisverband vor einem Jahr für die Lösung "Geld in Form eines Gutscheins" entschieden. Seither werden Einkaufsgutscheine für Ulm im Wert von 30 Euro direkt an die Jubilare verschickt. Sihler: "Das fanden auch alle Ordnung - bis auf Herrn Burger, der war von Anfang gegen diese Gutscheine."

Bei der jüngsten Sitzung des Kreisverbandes kam es erneut zu einer Auseinandersetzung. Burger habe gefordert, der Kreisverband solle die Entscheidung zurücknehmen. Dem wurde nicht entsprochen, worauf Burger den Saal verlassen habe.

"Er ist der einzige von 31 Ortsverbands-Vorsitzenden auf Kreisebene, der mit dieser Lösung nicht einverstanden ist", erklärt der VdK-Funktionär aus Ulm. "Alle anderen finden die Idee gut." Bisher hat Sihler vom Landesverband Stuttgart noch keine offizielle Nachricht bezüglich Burgers Kündigung erhalten. Die Geschäfte erledigt derzeit Burgers Stellvertreterin Brigitte Schilbach.

Burger rückte auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE nicht von seiner Meinung ab. "Das ist nichts für hier, die Gutscheine kann man nur beim Einkaufen in Ulm einlösen. Der Zuschuss vorher war viel besser." Er habe nicht vor, seine Kündigung zurückzunehmen. "Für mich ist der Kessel geflickt."

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