Vom hässlichen Entlein zum Juwel

Nach dreijähriger Bauphase startet für die Grundschule Ay eine neue Ära. Das neu sanierte Schulgebäude wurde am Sonntag nun auch offiziell eingeweiht. Zum Auftakt gab es ein gelungenes Fest.

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Bunt und freundlich ist die neue Schulfassade. Foto: Jasmin Jergon

"Heute ist ein Lächeltag", begrüßte Schulleiterin Monika Wildner-Jagdhuber die Gäste, Eltern, Schüler und Lehrer in der randvollen neuen Aula der Ayer Grundschule. Dreck, Staub, Bauhindernisse, Umzüge und Verlegungen, Kälte und EDV-Ausfälle, die Schüler und Lehrer gleichermaßen behinderten, gehörten nun der Vergangenheit an.

Die Bilder, die sie in ihrem Rückblick präsentierte, lassen erahnen, wie schwierig es war, den Schulalltag auf einer Baustelle zu meistern. Arbeiten vor dem Klassenzimmerfenster, Baulärm, weil nebenan eine Wand eingerissen wird, die Kinder sind abgelenkt, aufmerksames Zuhören ist nur schwer möglich. Trotz allem habe das Kollegium nie den Humor verloren, betonte Wildner-Jagdhuber.

Architekt Robert Lauter vom Architekturbüro Maslowski, der mehr als 2 600 Stunden vor Ort verbrachte, hatte ein offenes Ohr für die Wünsche und Ideen der Lehrer und Schüler, berichtete sie. Die Kinder haben sich aktiv mit eingebracht und ein Modell des zukünftigen Pausenhofes entworfen, welches Lauter wiederum umsetzte.

Die enge Zusammenarbeit wird in vielen kleinen Details in der Schule sichtbar. Das auffallendste ist wohl das helle Grün, das sich an der Fassade, an zahlreichen Wänden, in den Pflanzen, der Dekoration und den Schul-T-Shirts wiederfindet. Wo ehemals dunkle, multifunktionale Räumen mit Korkwänden und Holzdecken vorherrschten, ist eine helle und freundliche Atmosphäre entstanden. "Räume sind der dritte Pädagoge, deshalb waren uns liebevolle Details sehr wichtig", sagte Wildner-Jagdhuber.

Eines dieser Details ist die Wellentreppe aus grauem, glatten Stein in der Aula. Umrahmt von aufgemalten Gräsern an der Wand, laden gemütliche Sitzkissen in grün und rosa zum Verweilen, Unterhalten und Lernen ein. Die neu entstandene Bibliothek im ersten Stock zieren bunte Regale und große Sitzsäcke in grün und orange. Eigens dafür wurde sogar eine Bibliothekskarte entworfen und gestaltet.

Diese Wohlfühlatmosphäre spürte auch Sendens Bürgermeister Kurt Baiker: "Was Schule ausmacht ist das Wir-Gefühl, und das kommt hier zum Ausdruck." Vor ein paar Jahren habe es noch nicht so gut ausgesehen. Mehrere Baustile, unterschiedlich zusammengewürfeltes Mobiliar, nicht ausreichende Klassenräume prägten das Bild. Ein Bürgerentscheid im September 2005 hat die Schule vor der Schließung gerettet. Die Sanierung war die Konsequenz. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. "Einfach wunderschön. Aus der Grundschule Ay ist ein Juwel geworden", sagte Baiker. In so eine Schule wäre er auch gerne gegangen. Und mit dieser Meinung blieb er an diesem Nachmittag nicht allein.

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