Laura Kutter war vier Wochen mit Studentenprogramm in China

Peking, Shanghai,Shenzhen: Laura Kutter bekam als eine von 20 Teilnehmer eines Studentenprogramms seltene Einblicke in das Leben in China.

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    Laura Kutter in Hongkong. Foto: 
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    Laura Kutter (Dritte von links) an ihrem ersten Wochenende in China. Klar, dass gleich die chinesische Mauer angesteuert wurde Foto: 
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Auf dem Weg zur Uni in München kündigte sich das Abenteuer an. „Jemand hat mir einen Flyer in die Hand gedrückt“, erinnert sich Laura Kutter an das Vorkommnis Ende vergangenen Jahres.  Als sich die 22-Jährige den Handzettel später genau ansah, fand sie Gefallen daran:  Es ging um eine Bildungsreise nach China mit dem Telekommunikationsunternehmen Huawei. Sie beschloss, sich für die Bildungsreise zu bewerben. Und damit kam einiges auf die junge Frau aus Illertissen zu: Motivationsschreiben, Lebenslauf und ein Essay zu einer von vier Fragen zu deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen oder Digitalisierung.

Kinder und Handy

Kutter entschied sich für das letzte Thema. Zu erörtern war die Frage, in welchem Alter Kindern der Umgang mit einem Smartphone zu erlauben ist. In Deutschland kaufen Eltern ihren Kindern im Schnitt mit 13 Jahren ein Handy, in China bekommen Heranwachsende zwei Jahre später ein Mobiltelefon, fand Kutter heraus. Das Thema spielte der Studentin in die Karten, da sie sich in ihrem Betriebswirtschaftslehre-Studium auf Digitalisierung fokussiert. Ihre anfängliche Befürchtung, womöglich in ein Recruting-Programm zur Akquise künftiger Mitarbeiter seitens Huawei geraten zu sein, verflog schnell. In Peking startete die Reise des „Seeds for the Future“ des  Studentenprogramms von Huawei mit 20 Studenten aus ganz Deutschland.

Bereits am ersten Wochenende wartete eines der Highlights darauf, besichtigt zu werden: die chinesische Mauer. „Wir haben viel Sightseeing gemacht“, erinnert sich Kutter. Sie wurden von der Deutschen Botschaft empfangen, besichtigten den „Temple of Heaven“, schlossen sich einer Tai-Chi-Lehreinheit an, lernten die Kunst der Kalligraphie kennen und besuchten eine Kungfu-Show. Das Freizeitprogramm fand nachmittags statt, denn während ihres zweiwöchigen Aufenthalts in Peking besuchte die Gruppe am Vormittag die Beijing Language and Culture University. Laura belegte den Anfängerkurs in Chinesisch, in dem es darum ging, ein Gefühl für die Schriftzeichen zu bekommen. „Es ist wichtig die richtige Tonlage zu treffen sonst ändert sich schnell der Sinn des Satzes“, weiß sie heute. Die Studenten bekamen auch einen Einblick in die Essenskultur Chinas. Von Peking ging es weiter nach Shanghai, von wo aus die Wasserstädte Wuzhen, Hangzhou und Suzhou besucht wurden. „Hangzhou gilt in China als beliebteste und schönste Stadt. Die Chinesen nenne sie ‚Heaven on Earth‘.

Einblicke in den Konzern

Bei der Bildungsreise ging es aber nicht nur um Sightseeing. „Huawei hat das Programm ins Leben gerufen, um Studierende für die Telekommunikationsbranche zu begeistern, einen globalen Wissensaustausch anzubieten und zu fördern“, erklärt Mona Thieme von Blumberry. Die Agentur organisiert das Programm zusammen mit Huawei in Deutschland. In Shenzhen gewährte der Konzern Einblick in seine Geschäftsbereiche, die Historie und die Produktionshallen. Das Telekommunikationsunternehmen hat an diesem Standort auch einen eigenen Campus, an dem die Studenten ein „Informations- und Kommunikationstechik-Training“ bekamen, also über das Internet, seine Schnelligkeit und die zweite, dritte und vierte Generation der Moblifunkstandards Aufschluss bekamen.

Nach einem kurzen Abstecher nach Hongkong ging es für Kutter wieder nach Deutschland zurück. Von der Reise hat die Münchner Studentin vor allem eines mitgenommen: einen guten Einblick in die chinesische Geschäftskultur: „In Deutschland haben wir ein eher negatives Bild von Produkten, die in China produziert wurden. Das hat sich bei mir jetzt geändert.“ Jetzt steht für die 22-Jährige aber erst einmal die Bachelorarbeit an: Es geht um Digitalisierung.

Das Studentenprogramm  „Seeds for the Future“, Saat für die Zukunft, heißt das Angebot, mit dem sich Huawei, das globale Telekommunikationsunternehmen mit Hauptsitz in Shenzhen, an Studenten wendet. Der Konzern bedient 170 Länder mit Smartphones, Tablets und PCs sowie Dienstleistungen für Netzwerkinfrastrukturen. In Deutschland ist das Unternehmen seit 2001 vertreten. Das Studentenprogramm gibt es in 67 Ländern. In Deutschland feiert die Initiative heuer ihr fünfjähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum übernahm Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen die Schirmherrschaft. va

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