Es kommt Bewegung in die „Halde“-Bebauung

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Vergeblich? Protest in Senden gegen die Sanierung.  Foto: 

In Wullenstetten hat der diesjährige Reigen der sechs Bürgerversammlungen in Senden seinen Abschluss gefunden. Nach zwei Stunden konnten Bürgermeister Raphael Bögge und seine Verwaltungsriege die Aktentaschen schließen, angefüllt mit Arbeitsaufträgen und Anregungen der rund 50 Besucher. Wichtige Info von Bögge: In die Hängepartie der „Halde“-Bebauung komme „nach guten Gesprächen“ nun Bewegung. Die Position der Stadt werde erfüllt, die Vorfinanzierung der Erschließung nicht tragen zu müssen.

Naturgemäß überwog in den Beiträgen auf Seiten des Plenums dann eher das Negative. Ein Bewohner in der Hudlerstraße beklagte sich über regelmäßig nachts vor seinem Grundstück parkende Lastwagen. Sein Vorschlag: Einrichtung einer Halteverbotszone außer für Anlieger, mehr Polizeikontrollen. Nachdruck sollte seine Anmerkung verleihen, es handele sich ja schließlich um einen Schulweg.

„Raserei“ monierte ein Anwohner der Römerstraße und forderte Abhilfe. Bögge kündigte einen Vorschlag für den Bau einer Anbindung an den Autobahnzubringer an, zur Entlastung für die NU 3 und die Römerstraße, als den „Lebensadern der Stadt.“

Erneut wurde ein „ungepflegtes“ städtisches Grundstück identifiziert, gelegen unterhalb des Fuchswegs. Stadtbaumeisterin Manuela Huber schlug vor, solche Missstände doch „mit einem kurzen Anruf im Rathaus“ zu vermelden. Aufs Tablett kamen jedoch einmal mehr Themen, welche die Innenstadt betreffen.

Ein Bürger zweifelte die Notwendigkeit der – von der Deutschen Bahn auf 2021 verschobenen – Bahnhofsunterführung an, die überdies den städtischen Investitionshaushalt sprengen würde. Bögge stellte dann die in den Raum gestellte Summe richtig. Nicht, wie angemerkt neun Millionen Euro, sondern lediglich drei müsse die Stadt finanzieren.

Keinen Zweifel ließ er an der Richtigkeit, die Gartenstraße als Anwohnerstraße zu klassifizieren und folglich die Kosten der anstehenden Sanierung auf die Anlieger umlegen zu müssen. Ein Bürger warnte, hier werde ein Präzedenzfall geschaffen und verlangte ihre Einstufung als Durchgangsstraße. Offenheit ließ Bögge in der Frage der Kostenübernahme bei der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik erkennen. Sollte es rechtlich möglich sein, käme für ihn eine Finanzierung über den städtischen Etat in Frage.

Nächtliche Autorennen in der Siemensstraße: Darüber beschwerte sich Jürgen Lackner vom Sportvereins Illerzell in der Bürgerversammlung bei Rathauschef Karl Janson. Dies solle der Polizei gemeldet werden, sagte Janson, jedoch könnten die Beamten nicht überall sein.

Weiteres Thema in der sehr gut besuchten Versammlung war, wie weit die Pläne zur Renaturierung der Iller fortgeschritten sind. Und wann die älteren Häuser, mit Blick auf den daraus folgenden Anstieg des Grundwassers, vermessen werden. Dieter Brocke zitierte das Versprechen der Behörden, „dass alle Keller trocken bleiben“. Janson verwies auf die laufenden Verhandlungen zwischen den Ländern. „Die Vermessungen werden im kommenden Frühjahr fortgesetzt.“

Die steigende Nachfrage nach Wohnungen und Baugrund zu erfüllen, sei schwierig, sagte Janson. Im Süden und im Norden stößt Vöhringen an Bellenberg und Senden, im Osten an die A 7, im Westen an die Iller. Es gelte, Baulücken zu schließen. Dabei sei man auf die Eigentümer angewiesen. iwe

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