Verkehrschaos vor Vöhringer Schulen

Auf dem Vöhringer Kirchplatz geraten Kinder und Autos in Konflikt. Brandgefährlich nennt eine Mutter die Situation. Der Stadtrat will nun handeln; eine Sperrung ist im Gespräch.

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Die Situation vor Grund- und Mittelschule ist oft unübersichtlich. Und viele Kinder sind damit überfordert.  Foto: 

„Die Situation ist kriminell, eine Katastrophe.“ Elke Fülle findet für die Verkehrssituation vor der Grund- und der Mittelschule in Vöhringen deutliche Worte. Auch nach nahezu zwei Jahren haben in Vöhringen viele Autofahrer noch nicht begriffen, dass der Kirchplatz kein Parkplatz ist. Morgens zum Schulbeginn und mittags zum Unterrichtsende reihen sich Autos an Autos. Ganz extrem wird es, wenn Regen vom Himmel fällt und die Kinder nass werden könnten. Und dazwischen fahren die Schulbusse.

Das Durcheinander sei gerade für die Grundschüler hochgefährlich, sagt Fülle, die im Elternbeirat der Mittelschule saß. Ihr jüngeres Kind besucht die Grundschule. „Die Kinder trauen sich nicht über die Straße.“ Sie habe schon mit dem Bürgermeister, Stadträten und Busunternehmen gesprochen. Bislang jedoch ohne Erfolg. Dabei ist das Problem bei Räten und Verwaltung bekannt – und sorgt für Verärgerung.

Stadtrat Volker Barth (SPD) etwa verschaffte in der jüngsten Sitzung des Stadtrates seinem Ärger Luft und forderte Konsequenzen für diese Ignoranz der Verkehrsrichtlinien. Es sollte endlich ausgiebig kontrolliert und die Autofahrer bei Verstößen zur Kasse gebeten werden.

Bei beiden Zufahrten zum Kirchplatz, im Norden und Süden, gilt Tempo 10. In den Zufahrten darf auch geparkt werden. Der gepflasterte Platz im Bereich der Grund- und Mittelschule ist dagegen eine Spielstraße, weist keine Parkplätze auf. Da helfe nur der Griff in die Geldbörse, meint auch Bürgermeister Karl Janson.

Allerdings passt die stillschweigende Duldung, dass Kirchgänger jederzeit ungestraft ihr Auto dort abstellen können, nicht in dieses Konzept. Zuweilen fahren Autos auch über den Fußweg bis zur Kirchentreppe.

„Wer versteht schon, dass dort am Sonntag ungestraft geparkt werden darf und am Montag kostet es Bußgeld“, machte Brigitte Endriß (SPD) deutlich. Nun will die Vöhringer Stadtverwaltung die Leitungen der beiden Schulen ins Boot holen.

Parkende Kirchgänger toleriert

Volker Barth kündigte jedoch bereits an, dass er, falls sich nichts ändert, in einem halben Jahr die Sperrung des Kirchplatzes während der Schulzeiten beantragen werde. Dies hatte sein Fraktionskollege Werner Zanker, der ehemalige Leiter der Uli-Wieland-Schule, bereits bei der Planung vergeblich gefordert. Diese Lösung würde auch Elke Fülle begrüßen.

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