Umstellung auf Doppik bis 2019

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Momentan gilt noch das auf Einnahmen und Ausgaben orientierte kommunale Haushalts- und Rechnungswesen, die Kameralistik, für die Gemeinden und Zweckverbände im Verwaltungsverband Langenau (VVL). 2020 wird die Kameralistik abgelöst vom „Neuen Kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen“, der Doppik, die ressourcen-orientiert in doppelter Buchführung Zahlungsvorgänge und Geldverbräuche der Gemeinden und Verbände dokumentiert.

„Wir haben dazu eine Menge an Vorarbeit für unsere Gemeinden und Verbände zu leisten“, sagt dazu VVL-Geschäftsführer Hermann Schmid und hebt ab auf notwendige Bewertungen des gesamten Anlagevermögens, das sowohl Straßen, Gebäude, Anlagen und Grundstücke umfasst wie das gesamte Inventar von der EDV-Ausstattung bis hin zum Teelöffel, um künftig den Werteverzehr in Form von Abschreibungen bemessen zu können.

Das Land wolle mit der Doppik, die in etlichen Bundesländern schon eingeführt sei, bessere Vergleichsmöglichkeiten schaffen, Werteverzehr produktgenau und in der Folge Kosten- und Leistungsrechnungen sichtbar machen, sagt Schmid, ohne zu verhehlen: „Doppik bringt keinen Cent mehr in die Kasse.“

Zunächst aber viel Mehrarbeit, wobei der Verwaltungsverband hier einen besonderen Glücksfall vorweisen könne: Mit der stellvertretenden VVL-Amtsleiterin für das Finanzwesen, Margarete Bohner, habe der Verband eine Person, welche die Umstellung auf Doppik sach- und fachkundig federführend vorbereitet und durchführt – sogar schon bis 2019.

„Ich weiß, auf was ich mich da einlasse“, sagt die gebürtige Langenauerin, die ihre Verwaltungslaufbahn 1991 in Niederstotzingen begann und seit 2011 beim VVL beschäftigt ist, bisher zuständig für Gebühren und Satzungen, zahlenbewandert und mit der Haushaltsmaterie vertraut.

Margarete Bohner wird Nachfolgerin für VVL-Kämmerer Roland Grandel, wenn dieser 2018 in den Ruhestand tritt. Grandel ist seit 1975 beim VVL beschäftigt und hat 498 Haushaltsplan-Entwürfe für die Gemeinden und Zweckverbände erstellt.

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