Übungsgelände für Feuerwehr-Kids

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Ein Spielgerät in Form eines Feuerwehrfahrzeugs sowie Sandsäcke, ein Wassergraben, ein Brunnen, eine Einsatzzentrale für Kinder: So sieht ein Feuerwehrspielplatz aus. Dieser soll im Bucher Ortsteil Nordholz gebaut werden. Für das Pilotprojekt zur Nachwuchsförderung haben die Vertreter der Dorfgemeinschaft Nordholz vom EU-Programm Leader eine Förderzusage bekommen.

Erich Herreiner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Nördlingen, hat im Vorfeld der jüngsten Marktratsitzung in Buch den Zuwendungsbescheid von knapp 50 000 Euro überreicht. Es sei ein Leuchtturm-Projekt, das auch anderen Regionen zeige, wie man mit dem Thema Nachwuchs-Förderung umgehen könne, lobte Herreiner.

Zusammen mit dem Dorf Ebersbach kommt Nordholz auf rund 220 Einwohner. Davon sind 38 Erwachsene und Jugendliche in der Feuerwehr engagiert. Um ein Nachwuchsproblem gar nicht erst entstehen zu lassen, ist vorgesehen, in der Dorfmitte den Spielplatz zu schaffen. Dieser soll die Kinder an die Arbeit der Feuerwehr heranführen und deren Bedeutung deutlich machen, teilt Regina Ostheimer mit. Sie ist Geschäftsführerin des Vereins Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm. Geplant ist ein Anbau an das Gerätehaus der Feuerwehr. Im Obergeschoss soll eine Kinderfeuerwehr-Einsatzzentrale unterkommen – samt Rutschstange zum Spielplatz. Im Erdgeschoss wäre Platz für einen Mehrzweckraum – für die Jugendfeuerwehr und für Dorffeste. Der öffentlich zugängliche Spielplatz soll zugleich ein neuer Dorfmittelpunkt werden. Bislang fehlt in Nordholz ein Ort, an dem sich die Menschen treffen und austauschen können. So soll diese neue Mitte das Dorf insgesamt attraktiver machen für junge Familien, ergänzt Ostheimer. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 99 500 Euro. Einige Arbeiten werden die Mitglieder der Vereine ausführen.

„Wir freuen uns sehr, dass es uns mit der Leader-Förderung möglich ist, unsere Idee von einem Kinderfeuerwehrspielplatz in Nordholz umzusetzen“, sagte Andreas Vogel, Hauptverantwortlicher für das Projekt. Das Projekt schaffe schließlich auch einen lebendigen Platz im Dorf für Jung und Alt. Alexander Engelhard vom Vorstand der Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm nannte das Projekt beispielhaft. Ohne Förderung sei es nicht möglich gewesen. „Ich wünsche dem Vorhaben viel Erfolg“, ergänzte Kreisbrandinspektor Benedikt Kramer.

Die Nordholzer wollen ihr Projekt mit anderen Kinderfeuerwehren und Kindergärten in der Region vernetzen. So soll der neue Spielplatz und die Einsatzzentrale der Kinderfeuerwehr Besucher aus der ganzen Region anlocken, zumal er günstig an einem Rad- und Wanderweg liegt, teilt Ostheimer weiter mit.

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