Thalfingen: Geschlossene Front gegen Bahnlärm

Wenn alles gut geht, kann im nächsten Frühjahr der Bau von Straße und Wohnhäusern auf dem Raab-Karcher-Gelände beginnen. Am Donnerstagabend wurde das Konzept öffentlich vorgestellt.

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  • Laut der Baufirma Casa Nova sind Häuser unterschiedlicher Preiskategorien geplant. Über die Pläne für das Wohngebiet auf dem Raab-Karcher-Gelände informierten sich gut ein Dutzend Thalfinger. Foto: Barbara Hinzpeter / Animation: Casa Nova 1/2
    Laut der Baufirma Casa Nova sind Häuser unterschiedlicher Preiskategorien geplant. Über die Pläne für das Wohngebiet auf dem Raab-Karcher-Gelände informierten sich gut ein Dutzend Thalfinger. Foto: Barbara Hinzpeter / Animation: Casa Nova
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Der Andrang bei der Informationsveranstaltung hielt sich zwar in Grenzen. Aber die Nachfrage nach Wohnungen und Bauplätzen sei groß, sagte Bürgermeister Joachim Eisenkolb. Gut ein Dutzend Besucher, vor allem Anwohner aus Eichen- und Industriestraße, aber auch Thalfinger, die sich für beispielsweise für einen der von der Gemeinde zu vergebenen Bauplätze interessieren, ließen sich über das Konzept für das Raab-Karcher-Gelände informieren.

Eine Thalfingerin aus dem Gänsackerweg begrüßte es im Gespräch am Rande, dass sich im Ortsinnern etwas tut. "Man wird ja nicht jünger und macht sich schon Gedanken, eines Tages vom Berg herunter zu ziehen", sagte sie.

Eisenkolb hob hervor, dass das neue Wohnquartier sowohl für Ältere als auch für Familien Platz biete. Auf der 1,2 Hektar großen Fläche zwischen Industriestraße und Donaustraße will die Ulmer Baufirma Casa Nova zwölf Reihenhäuser und vier Mehrfamilienhäuser bauen (wir berichteten). Vorgesehen sind dabei auch barrierefreie Seniorenwohnungen. Darüber hinaus vergibt die Gemeinde im westlichen Bereich fünf Bauplätze für Einfamilienhäuser.

Städteplaner Erwin Zint erläuterte das städtebauliche Konzept. Entlang der Bahnlinie ist ein Riegel aus zwölf Reihenhäusern geplant. Sie werden zwei- und teilweise dreigeschossig. "Wichtig ist eine geschlossene Front, um den Bahnlärm vom Wohngebiet abzuhalten." Der Abstand zur Bahnlinie beträgt 20 bis 22 Meter, das stelle Anforderungen an die Bauweise. Die Höhe der vorgesehenen Mehrfamilienhäuser nimmt Richtung Süden von drei bis zu sechs Geschossen beim höchsten Gebäude zu.

"Städtebaulicher Anknüpfungspunkt", so erklärte Zint, seien bei dieser Gestaltung die Hochhäuser an der Eichenstraße. Otmar Hirschmann von der Firma Casa Nova sprach von einer guten Mischung: Geplant seien Häuser unterschiedlicher Preiskategorien. Noch nicht festgelegt sei, in welchem Gebäude ein betreutes Wohnen ermöglicht wird.

Das neue Wohnquartier werde jedoch "nicht auf einen Satz" hingestellt, sondern in vier Abschnitten. Hirschmann rechnet damit, dass das fünf Jahre dauert. Zint geht davon aus, dass das Planverfahren Ende 2013 abgeschlossen ist und vom Frühjahr 2014 an gebaut werden kann.

Vor allem Anwohner aus der Eichenstraße erkundigten sich nach der künftigen Parkplatzsituation. Vor die Reihenhäuser kommen Carports, außerdem soll eine Tiefgarage für 40 Autos gebaut werden. Der Befürchtung eines Hochhaus-Bewohners, dass in der Eichenstraße an den Einmündungsbereichen der Erschließungsstraße insgesamt zwölf bestehende Parkplätze wegfallen, widersprach Zint: Es gingen maximal vier Stellplätze verloren.

Die Anregung, die Reihe der vorhandenen Schrägparkplätze an der Eichenstraße auf dem Grünstreifen zu verlängern, nahm Bürgermeister Joachim Eisenkolb zur Kenntnis. Allerdings gab er zu bedenken, dass das dafür benötigte Grundstück außerhalb des Plangebiets liege. Weitere Anregungen und Vorschläge können im Rahmen der vorgezogenen Bürgerbeteiligung bis 5. Juli im Rathaus eingereicht werden. Dort liegen die Pläne bis 1. Juli zur Einsicht aus.

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