Tempo 30 gefordert

Die Holzheimer waren aufgerufen, Versorgung, Verkehr oder Politik in ihrer Gemeinde zu bewerten. Die Verkehrssicherheit treibt viele Bürger um.

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Mit dem Flyer "Zur Sache" haben die Unabhängigen Wähler Holzheim und die SPD in Holzheim und Neuhausen Bürger in den vergangenen Wochen nach ihrer Meinung gefragt. Nur 40 Bürger kamen der Aufforderung nach und gaben ihre Meinung zum sozialen und kulturellen Angebot, zur Infrastruktur, zu den Themen Freizeit, Wohnen, Verwaltung und Grundversorgung ab. "Wir hätten uns schon mehr Antworten gewünscht, es sind Stimmungsbilder, die wir erhalten haben", räumte Paul Geiselmann (SPD) jetzt bei der Vorstellung der Ergebnisse im Gemeinderat ein. Die Bürger in Holzheim zeigten sich demnach mit dem Kindergartenangebot, der Grundschule und der ärztlichen Versorgung in ihrem Ort sehr zufrieden. Die Einkaufsmöglichkeiten hingegen wurden als durchschnittlich bis schlecht bewertete. Am wenigsten positive Rückmeldungen gab es bezüglich des öffentlichen Personennahverkehrs. Geteilt waren die Meinungen laut der Umfrage beim öffentlichen Erscheinungsbild der Gemeinde sowie beim Angebot und Zustand von Straßen und Gehwegen.

Das soziale und kulturelle Angebot betrachten die Bürger jedoch offenbar als sehr gut. Mit Vereinen, Festen und Feiern sind sie sehr zufrieden. Durchschnittlich bis schlecht seien dagegen die Möglichkeiten für Jugendliche. Auch die Einbindung neuer Bürger in das Gemeinwesen wird von den Teilnehmern der Umfrage als verbesserungswürdig wahr genommen. Ein Bürger schlug deshalb ein "Willkommenspaket" vor, das Neubürger über die Öffnungszeiten der Gemeinde und die Ansprechpartner der Vereine informieren soll.

Viele Kommentare gab es zur Verkehrssicherheit. Der Zebrastreifen an der Hauptstraße habe eine mangelhafte Beleuchtung. Und es fahre zu viel Verkehr durch Holzheim. Auf der Steinheimer Straße seien Lkw zu schnell unterwegs. Tempo-30-Zonen wurden gefordert. Die Arbeit des Gemeinderats werteten die Bürger überwiegend als durchschnittlich. In einem Kommentar wurde eine langfristige Planung für die Gemeinde gefordert. In weiteren Anmerkungen kritisierten Umfrageteilnehmer das Fehlen von Bauplätzen und machten auf sinkende Geburtenzahlen - sechs Babys in 2011 - aufmerksam. Auch Paul Geiselmann sah "eine große Gefahr für Schule und Kindergarten", wenn die Tendenz bestehen bleibt.

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