TC Weißenhorn: Spielstätte in Gefahr?

Bangen beim Tennis-Club Weißenhorn: Die Stadt hat die Verlängerung des Erbpachtvertrags zurückgestellt. Der Verein will seine Spielstätte behalten, die Stadt könnte sich einen Umzug des Clubs vorstellen.

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Der Tennis-Club Weißenhorn will eine Perspektive haben, die Stadt dem TC eine solche geben. Dennoch sind beide Seiten bislang noch nicht übereingekommen. Jedenfalls hat der Stadtrat die von den Tennis-Spielern gewünschte Verlängerung des Erbpachtvertrags - Laufzeit 25 Jahre - zurückgestellt. Über das Thema soll in einer der kommenden Sitzungen neu beraten werden.

Damit fehlt dem Club Planungssicherheit. Nicht nur, dass die Verlängerung der Pacht eine zwingende Voraussetzung dafür ist, dass der TC auch künftig in den Genuss von Fördergeldern des Bayerischen Landessportverbands kommt, wie Vereinsvorsitzender Holger Weber betont. Auch die Zukunft der Spielstätte, die auf städtischem Gelände steht, stünde auf dem Spiel, wie es im Stadtrat hieß. Ihre Anlage in der Mozart-Straße wollen Weber und seine Mitstreiter nicht aufgeben. Schließlich sei die Anlage mit seinen sechs Spielfeldern "die schönste in Schwaben".

Auf die Zuschüsse des Sportverbands ist der Tennis-Club auch deshalb angewiesen, weil die Spielfelder saniert werden müssen. Das haben Bürgermeister Wolfgang Fendt und einige Stadträte bestätigt. Lange seien die Plätze nicht mehr bespielbar. Die Zeit dränge: Noch hielten die Plätze den Belastungen des Spielbetriebs stand. Nach Ende der laufenden Saison bestehe aber dringender Handlungsbedarf.

Die Verwaltung liebäugelt indes mit einem Umzug des Tennis-Clubs. Ließe sich der TC auf das Spiel ein, könnte die Stadt das Areal als Bauland ausweisen und lukrativ vermarkten. Auf diese Weise würde viel Geld in die städtischen Kassen fließen. "So viel, dass wir dem TC ein neues Zuhauses geben können", wie der Bürgermeister sagt. Allerdings kann die Verwaltung dem Verein bislang noch keinen konkreten Vorschlag unterbreiten, was einen alternativen Standort betrifft, wie Fendt einräumt.

Hintergrund: Seit Jahren wird im Weißenhorner Rathaus über die Zusammenlegung der in der Stadt verstreuten Sportstätten und den Bau eines zentralen Sportgeländes vor den Toren debattiert - auf dem diverse Vereine der Stadt, auch der Tennis-Club, ein neues Zuhauses finden. Als Standort ist ein Gelände entlang der Illerberger Straße im Gespräch. Dort befinden sich bereits einige Rasen- und Trainingsplätze.

Die Pläne für den Bau eines Sportzentrums sind zwar ins Stocken geraten, der Standort an der Illerberger Straße jedoch noch nicht vollends aus dem Rennen. Stadträte wie Herbert Richter (SPD) befürworten die Zusammenlegung an dem Autobahnzubringer im Weißenhorner Westen. "Der Platz steht dort doch zur Verfügung. Wir müssen uns fragen: Ist das nicht der richtige Standort?"

Richters Kollege Michael Schrodi (CSU) ist skeptisch. Er spricht sich dafür aus, dem TC möglichst schnell zu helfen und den Pachtvertrag in der Mozart-Straße zu verlängern. "Wir sollten das nicht verschieben. Niemand weiß, ob wir in zwei oder drei Jahren ein neues Gelände haben." Für Schrodis CSU-Kollegen Josef Wanner ist der Fall klar: Der TC brauche eine klare Ansage, habe es verdient, den Vertrag verlängert zu bekommen: "Von mir gibt es ein Ja für den Antrag des Vereins."

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