Tausende strömen zur zweiten Musiknacht

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Illertissen kann feiern: Das Motto für die zweite Musiknacht in der Stadt an der Iller hat sich durch tausende Besucher bestätigt. An 30 verschiedenen Plätzen gab es am Sonntagabend Live-Musik, die Gäste aus einem weiten Umkreis herlockte. Bürgermeister Jürgen Eisen strahlte übers ganze Gesicht: So gefällt ihm seine Stadt. Susanne Schewetzky, im Rathaus für den Bereich Kultur zuständig, freute sich ebenfalls: Wieder ist das Konzept aufgegangen, der bunte Mix aus musikalischen Stilrichtungen kam bei den Besuchern bestens an.

Um 19 Uhr ging es los, und da der Wettergott ab dem Spätnachmittag ein Einsehen gehabt und der blaue Himmel die Regenwolken vertrieben hatte, nutzten das die beiden großen musikalischen Ensembles des Kollegs der Schulbrüder für einen gemeinsamen fulminanten Auftakt zwischen altem und neuem Sparkassen-Gebäude Neu-Ulm/Illertissen. Peter Hupfer, der Leiter des Kammer-Kolleg-Orchesters, dirigierte „Krieg der Sterne“; Karl Irmler, der „G´spielt und blosa“ von Erfolg zu Erfolg verhilft, führte bei „Pirates oft he Caribbean“ den Dirigentenstab. Bei den anschließenden getrennten Konzerten im Sparkassensaal und im KompetenzCenter reichten die Sitzplätze schon nicht mehr aus. Dass diese Konzerte besonders viele Eltern und Großeltern der Schüler anziehen, versteht sich von selbst. Die Spielfreude stand den Kindern ins Gesicht geschrieben, der Stolz den Eltern ebenfalls.

Das Musikspektrum war bunt. Die französischen Gäste aus Carnac, die Bagad d´Arvorizion mit ihren bretonischen Sackpfeifen und Schalmeien, eröffneten den Abend in der Historischen Schranne. So mancher Zuhörer verließ sie mit einem gewaltigen Pfeifton im Ohr, der noch eine Weile anhielt. Die Stimmung war bestens: Den Tänzern von „Kevrenn“ gelang es mühelos, einzelne Gäste mit in ihren Reigen einzubinden. Helga Sonntag, die Präsidentin des Illertisser Partnerschaftskomitees, war mittendrin und strahlte: Ein gelungener Besuch der Freunde aus Carnac erlebte mit der Musiknacht einen weiteren Höhepunkt.

Die Freunde aus der tschechischen Partnerstadt Loket waren ebenso den ganzen Abend mitten unter den Illertissern: Bürgermeister Zdenek  Bednarc  und seine Gattin wanderten mit der früheren Amtskollegin Marita Kaiser samt Ehemann von einem Lokal zum anderen. „Illertissen ist so schön“, lautete Bednarcs Kommentar zur Musiknacht. Und Marita Kaiser stimmte zu: „Das war wirklich eine gute Idee, so was einzuführen.“ Die Gäste der Musiknacht kamen aus dem ganzen Landkreis, von Ritzisried bis Senden und Elchingen, aber auch von der anderen Seite der Iller. Aus den Illertisser Teilorten nutzten so viele das Angebot des Shuttlebuses, so dass dieser schon in Tiefenbach überfüllt war. Ab und zu fielen sich Menschen in die Arme, die sich an diesem Abend nicht in Illertissen vermutet hatten. Manche Konzertplätze, die noch vom vorigen Jahr her bekannt waren, erwiesen sich von Beginn an als  Zugpferde: der Hof der „Rose“ etwa, mit der Memminger Band „Edelstoff – the new generation“, das Café „Schneewittchen“, in dem „Heaven´s Gate“ rockte. Aber auch vor „Malfred“ mit seinem Reggae beim Eine Weltladen stand das Publikum immer dicht.

Den absoluten Kracher landeten allerdings die „Bätscher Buam“ aus Senden, die das Lager der  Weinhandlung Vollmann mit ihrer Partymusik aufmischten. Von einer Lkw-Rampe aus boten sie Hits non stop. Nirgends war es wohl so voll, nirgends die Stimmung so gut. Nirgends gingen die Hände von jung und älter so zum Himmel, nirgends war es so schwierig, überhaupt ein Durchkommen zu finden. Von Helene Fischers „Atemlos“  bis zu  Sweet Caroline“  oder „Ein Bett im Kornfeld“ – die Augen guckten selig, die Beine hüpften ganz von selber.  Überhaupt: Partymusik zog die Massen an, egal ob es in der Schranne mit den „Jungen Illertalern“, auf dem Marktplatz „Combo Six“ oder im Café am Markt die Dietenheimer Band „Wox“ war.

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