Stadträte für Haus im Blumenweg

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Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat sich der Sendener Stadtrat in Klausur begeben. Am vergangenen Samstag bekamen die Mandatsträger von drei Planungsbüros Informationen aus ersten Hand zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (Isek), zum neuen Flächennutzungsplan sowie zum Verkehrskonzept.

Während es von der Stadtverwaltung auf Anfrage keine Auskünfte gibt – Sprecher Jörg Portius verweist auf die geplante zweite Bürgerwerkstatt zum Isek – zeigen sich einige Stadträte gesprächsbereit. Wie zu erfahren ist, hätten sich die Stadträte beim Isek darauf festgelegt, dass die Entwicklung der Innenstadt vorrangig behandelt werden soll. Ein Element könnte hierbei die Bebauung des Parkplatzes Blumenweg sein. Vorteile: Das Grundstück gehört der Kommune und ist innenstadtnah. Der Planer habe deutlich gemacht, dass die Fläche zu wertvoll ist, um sie nur als Parkplatz zu nutzen.

Den Stadträten schwebt die Bebauung mit einem Wohn- und Geschäftshaus vor. Integriert werden könnten dort beispielsweise Dienstleistungen, die es im Handelszentrum im Sendener Norden nicht gibt. So ließe sich ein Stückweit ein Gegengewicht schaffen. Die wegfallenden Parkplätze müssten ersetzt werden, etwa in einer Tiefgarage unter dem Gebäude. Für die Gestaltung soll ein Investoren- und Ideenwettbewerb ausgelobt werden. Auch die Belebung der Hauptstraße sowie ein Leerstandskataster waren Vorschläge, die bei den Mandatsträgern gut ankamen.

Flächen-Auswahl im Stadtrat

Bei der Vorstellung eines ersten Entwurfs des neuen Flächennutzungsplans wurden wie zu erwarten war mehr als 40 Hektar an neuer Wohnbaufläche präsentiert: Alles, was möglich ist. Nun geht es für die Fraktionen darum, daraus eine Auswahl zu treffen. Anders als geplant, wurde allerdings in der Klausur nicht über einzelne Gebiete oder gar Grundstück diskutiert. Das soll nun am 13. Dezember im Stadtrat und in einer weiteren Sitzung des Bauausschusses geschehen.

Drittes Thema war der Verkehr. Die Planer von Modus Consult machten deutlich, dass eine Osttangente quasi unverzichtbar ist: Schon jetzt sind die Hauptstraßen in den Stoßzeiten überlastet. Und wenn jetzt schon geplanten Baugebiete – etwa „Am Stadtpark“ – kommen, so müssten die Bachstraße/Lange Straße sowie die Kemptner Straße umso dringender entlastet werden. Der erste Entwurf sieht vor, mit der Tangente von der Römerstraße zwischen Wullenstetten und Autobahn nach Norden zu gehen und sie südlich von Aufheim an die B 28 anzuschließen.

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