Stadt Weißenhorn schafft mehr Wohnraum

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Die Stadt Weißenhorn hat ihren Ankündigungen Taten folgen lassen und schafft weiteren Wohnraum, denkt dabei auch an die Stadtteile. Am Montag haben die Mitglieder des Bauausschusses die Bebauungspläne „Am Marktsteig III“ in Biberachzell sowie „Hinter den Gärten IV“ in Wallenhausen aufgestellt.  Die beiden Billigungsbeschlüsse in dem Gremium fielen einstimmig aus.

Ende April beginnt die Erschließung der Areale, also der Bau von Kanälen, Wasserleitungen und Straßen, Ende Juli sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Die Stadt investiert 660.000 Euro in die Erschließung der Areale, auf denen jeweils 13 Grundstücke ausgewiesen werden.

Die Beteiligung von Bürgern und Behörden in dem Bebauungsplan-Prozess ist nach Angaben von Bürgermeister Wolfgang Fendt in den vergangenen Monaten „völlig unproblematisch“ verlaufen. Nun sollen die Vorhaben also zügig umgesetzt, im Zuge der Erschließung in den neuen Wohngebieten Leerrohre für Glaserfaserkabel und den späteren Anschluss der Haushalte ans schnelle Internet verlegt werden.

„Ich freue mich, dass dies alles so schnell geklappt hat“, sagte Franz-Josef Niebling, CSU-Fraktionschef aus Wallenhausen und berichtet zumindest von einer Familie aus dem Ort, die bereits starkes Interesse am Kauf eines Grundstücks im Baugebiet „Hinter den Gärten IV“ bekundet.

Die Freude im Bauausschuss trübte jedoch die Erkenntnis, dass die Kosten für die Erschließungen mit 660.000 Euro höher als erwartet ausgefallen sind – obwohl die Stadt wie üblich dem günstigen Anbieter unter den Baufirmen den Zuschlag erteilte. Die Stadt hatte im Haushalt lediglich 530.000 Euro Investitionskosten angesetzt. „Schade“, sagte der Bürgermeister dazu.

Unterdessen lässt ein Projekt aufhorchen, dass ein Privatinvestor in der Roggenburger Straße verwirklichen möchte – und zwar laut Verwaltung auf jenem Gelände, auf dem vor eineinhalb Jahren der Bau einer Asylbewerber-Unterkunft vorgesehen war. Angesichts sinkender Flüchtlingszahlen und der damit verbundenen geringeren Nachfrage wurde es bekanntlich nichts mit der Verwirklichung des vor allem bei den Anwohnern mächtig umstrittenen Vorhabens. Nun soll an der Stelle eine Wohnanlage entstehen – genauer gesagt, „zwei viergeschossige Gebäude mit zurückversetztem Dachgeschoss, Parkdeck und Tiefgarage.“

Eine Bauvoranfrage liegt der Stadtverwaltung vor. Die Debatte über die Anfrage ist am Montag noch einmal zurückgestellt worden, auch deshalb, weil sich die Stadträte die Pläne bei einem Termin vor Ort erklären lassen möchten. Der Stadt sind vier Geschosse zu viel. Lage und Topo­grafie des Grundstücks vertragen laut Stadtbaumeisterin Conny Roth eine verdichtete und höhere Bebauung. Sie betonte aber: „Wir gehen davon aus, dass man sich mit einem Geschoss weniger besser arrangieren könnte, wenngleich es dann immer noch das Höchste in der Straße wäre und damit Maßstäbe setzt.“

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