SPD-Stadtrat: Weißenhorn muss bezahlbare Wohnungen schaffen

Die Schließung der Förderschule bringt Schwung in die Diskussion über die Stadtentwicklung in Weißenhorn.

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Die Stadt Weißenhorn benötigt mehr bezahlbare Wohnungen. Dabei sollte sich die Stadt auf verdichteten Wohnbau konzentrieren. Diese Forderung hat SPD-Stadtrat und Architekt Thomas Schulz aufgestellt und einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung gestellt – verbunden mit der Forderung, das Thema „Verdichteter Wohnbau“ dem Stadtrat in der nächsten Sitzung am 26. Juni vorzulegen.

Schulz hat als Architekt selbst bereits einige Projekte in seiner Heimatstadt Weißenhorn verwirklicht. Er stützt sich auf Zahlen des bayerischen Landesamts für Statistik, wonach Weißenhorn in Sachen Bevölkerungsentwicklung einigen Kommunen im Landkreis hinterherhinkt. Die Stadt müsse deshalb aktiv werden. Der SPD-Mann schlägt vor, auf dem östlichen Teil der Hasenwiese Wohnungen zu bauen. Dort könne gar eine Mustersiedlung entstehen, was bezahlbaren Wohnraum betrifft. Der SPD-Stadtrat schlägt einen Wettbewerb von Investoren oder Städteplanern vor. „Beide Ansätze bieten interessante Möglichkeiten und müssen intensiv diskutiert werden.“

Gegen Gießkannenprinzip

Schulz warnt davor, ausschließlich „im Gießkannenprinzip Mehrgeschosswohnungsbau zuzulassen“, wie er sagt. Es brauche eine klare Strategie. Hintergrund seines Vorstoßes ist auch die angekündigte Schließung des Wilhelm-Busch-Förderzentrums in der Fuggerstadt. Wie berichtet, soll die Schule in den Hauptsitz in Illertissen integriert werden. „Das wäre für uns doch die Möglichkeit, hier aktiv zu werden und kostengünstigen Wohnungsbau zu schaffen“, sagt Schulz.

Denkbar sei auch, ein Haus der Vereine, ein Bürgerzentrum oder Kindertagesstätten an dem Standort in der Adolf-Wolf-Straße zu verwirklichen. Denkbar sei alternativ dazu der Umzug des Jugendhauses dorthin, das derzeit in einem Nebengebäude des Wirtschafts- und Bildungszentrums befindet.

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