Senden wirbt für ein buntes Miteinander in der Stadt

Viele Gruppen und Besucher haben im Sendener Bürgerhaus gemeinsam ein Fest für Toleranz und Frieden gefeiert.

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  • Ein Plakat mit „Herzlich Willkommen“ in vielen Sprachen haben Besucher des Bürgerhauses beschriftet. 1/2
    Ein Plakat mit „Herzlich Willkommen“ in vielen Sprachen haben Besucher des Bürgerhauses beschriftet. Foto: 
  • Kinder der Bürgermeister-Engelhart-Schule und anderer Einrichtungen haben zum Erfolg beigetragen. 2/2
    Kinder der Bürgermeister-Engelhart-Schule und anderer Einrichtungen haben zum Erfolg beigetragen. Foto: 
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Letztlich kamen doch noch viele Besucher ins Bürgerhaus. Die Spielstation der Royal Rangers war am frühen Nachmittag dicht belagert und der große Saal gut gefüllt. Das hatte am Morgen noch anders ausgesehen: Dichter Regen prasselte vom Himmel, das Fest der Vielfalt „Senden ist bunt“ musste vom Freien ins Haus verlegt werden. „Da gab es keine Diskussion, das ging einfach nicht anders“, sagte Organisatorin Claudia Schäfer-Rudolf. Zum Friedensgebet um 11 Uhr versammelte sich noch eine recht kleine Schar, um mit Menschen verschiedener Religionen gemeinsam für Frieden und Toleranz zu beten. Auch die anschließende Menschenkette schlängelte sich lediglich von der Bühne bis zur Saaltür. Doch der Gedanke zählte, wie Michael Zagel vom Organisationsteam sagte: „Es ist ein starkes Hoffnungszeichen dafür, dass wir tolerant, solidarisch und mit Wertschätzung miteinander umgehen.“

Musik und Spiele

Als gegen Mittag das Mitmach-Buffet eröffnet wurde, für das viele Besucher Finger Food und Kuchen beisteuerten, fanden immer mehr Sendener den Weg zum Fest. Geboten wurde ein abwechslungsreiches Programm: Musikbeiträge von Alphornbläser Anton Junginger, Lehrern und Schülern der städtischen Musikschule sowie der inklusiven Musikgruppe „Band Bunt“, eine Kindermodenschau mit bunten Kleidern im Disney-Stil, genäht von Hatice Güler-Meisel, und ein Kinderballett. Viel Applaus gab es auch für die Kinder der Bürgermeister-Engelhart-Schule. Einzeln traten Schüler ans Mikrofon und erzählten, wo ihre Eltern geboren sind. „An unserer Schule haben viele Kinder Eltern, die aus einem anderen Land kommen“, sagten sie. Sie selbst aber seien Kinder aus Senden. Schwungvoll präsentierten die Dritt- und Viertklässler das Lied „Wir sind Kinder, der Stoff aus dem die Zukunft ist.“

An einem Aktionsstand konnten sich die Besucher ihre Namen in Arabisch und Tigrynia, der Amtssprache Eritreas, schreiben lassen. Ein Wandplakat füllte sich mit „Herzlich Willkommen“ in vielen Sprachen. Schüler der Wirtschaftsschule hatten Waffeln gebacken und leiteten einen Spieleparcours im Bürgerhaus an, Konfirmanden der evangelischen Gemeinde räumten Geschirr ab. „Wir sind sehr froh, dass so viele einen Beitrag leisten, dass Toleranz in Senden groß geschrieben wird“, sagte Mitorganisator Daniel Knecht.

Preise Beim Fest wurde ein Integrations-Preis verliehen. Ausgezeichnet wurden die „Band Bunt“ der Lebenshilfe sowie die Lindenhof-AG, eine Kooperation von Städtischer Wirtschaftsschule und Lindenhofschule. Der Erlös von „Senden ist bunt“ wird zwischen den beiden Projekten geteilt, hinzu kommt eine Spende von 500 Euro der VR-Bank. Als Sonderpreis erhielt das Tanzprojekt „Go for Love“ 100 Euro für eine Ausstellung in der Neu-Ulmer Glacis Galerie.

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