Senden verkauft Gebäude und Grundstücke

Gebäude und Grundstücke sind jetzt in Senden auf dem Markt. Die Illerstadt braucht dringend Einnahmen für den klammen Haushalt.

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Stehen zum Verkauf: Die Immergrün-Stuben in Senden. Der Verein hat sich aufgelöst. Angeblich gibt es schon Interessenten.  Foto: 

Die städtische Kasse ist zwar nicht leer in Senden, aber der Haushalt ist schon auf Kante genäht. An den Ausgaben ist kaum etwas zu drehen. Also soll, so Bürgermeister Raphael Bögge zuletzt vor und während der Etatberatungen, die Einnahmeseite gestärkt werden. Etwa, indem zusätzliche Gewerbebetriebe angelockt werden, neue Wohngebiete sich füllen. Leider wird diese Strategie so schnell nicht greifen. Deshalb hat Kämmerer Manuel Haas auch andere Erlöse eingeplant: aus Verkäufen. Oder, wie der Fachmann sagt: aus der Veräußerung von Anlagevermögen.

655 000 Euro aus Grundstücksverkäufen sind heuer Schwarz auf Weiß im Haushalt ausgewiesen: 405 000 Euro aus der Veräußerung von Grundstücken im Gewerbegebiet Junkeräcker bei Hittistetten. Weitere 250 000 soll die Alte Evangelische Schule einbringen. Eben dieses Gebäude in der Hauptstraße hat die Stadt jetzt in Inseraten angepriesen. Details gibt dort nicht, die sind telefonisch im Rathaus zu erfragen. Nur eine weitere Angabe gibt es: Verkauft wird „gegen Höchstgebot“.

Folge des Verkaufs, so er denn zustande kommt: Die bisherigen Nutzer müssen sich neue Domizile suchen. Der Carneval Club Illertal hat von der Stadt den Heining-Saal angeboten bekommen. Auch VHS, Narrenzunft und die Concordia Ay haben offenbar andere Unterrichts- und Probemöglichkeiten in Aussicht.

Gebäude geht an die Stadt

Keine Probleme mit Nutzern gibt es beim zweiten Gebäude, das die Stadt zu Geld machen will: Das Vereinsheim der Schützen von „Immergrün“. Dieses steht leer, seit vor Monaten der Verein mangels Pächter für die Gaststätte beschloss, sich selbst aufzulösen. Danach ging das Gebäude an die Stadt über. Allerdings lasten noch Schulden auf dem Grundstück. So dass unklar ist, ob für die Stadtkasse ein hoher Gewinn herausspringt.

Das soll auf jeden Fall so sein beim ans Vereinsheim angrenzenden Grundstück, die bisherige Bogenschießanlage. Dieses ist 1350 Quadratmeter groß und wäre ideal für einen Gewerbebetrieb geeignet, liegt es doch im Gebiet „St.-Florian-Straße“. Hier ist auch das Mindestgebot bekannt, es liegt bei 95 000 Euro.

Weitaus größere Einnahmen sollen aus zwei weiteren Grundstückverkäufen in die Kasse fließen. Die Wohnbauflächen im Gebiet „Auf der  Reutte“ sollen rund eine Million Euro bringen. Der Verkauf von Flächen ebenfalls an der St.-Florian-Straße an die Ulmer Firma Mayser soll angeblich zwei Millionen Euro bringen.

Änderung bei Kita Auch für Grundstückskäufe hat die Stadt Senden im Haushalt Geld eingeplant. 260 000 Euro für eine Fläche in Ay oder Wullenstetten, auf welcher ein neuer Kindergarten hätte erstellt werden sollen. Mittlerweile hat aber der Stadtrat beschlossen, dass keine zwei kleineren Kindertagesstätten bis 2020 entstehen sollen, sondern eine Groß-Kita auf dem Webereigelände. Dieses gehört der Kommune bereits, folglich könnten die 260 000 Euro in diesem Jahr vielleicht in der Kasse bleiben. Andererseits hat sich die Stadt ja eine neue Wohnungsbaupolitik auferlegt, die besagt: Baugebiete werden erst entwickelt, wenn die Stadt die Flächen in ihrem Besitz hat.

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