Seit Jahren Tag und Nacht für kranken Ehemann da

Dank für selbstlosen Einsatz: Anna Maria Aschmer aus Bellenberg vom Freistaat als „Weißer Engel“ ausgezeichnet.

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Staatsministerin Melanie Huml (rechts) ehrt Anna Maria Aschmer.  Foto: 

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml hat in Augsburg an zehn Bürger aus Schwaben die Auszeichnung „Weißer Engel“ verliehen. Damit werden Menschen gewürdigt, die sich in besonderer Weise in den Bereichen Gesundheit und Pflege ehrenamtlich engagieren. Huml: „Diese Bürgerinnen und Bürger sind Vorbilder für gelebte Mitmenschlichkeit. Sie übernehmen Verantwortung für andere und halten damit unsere Gesellschaft zusammen. Sie leisten einen Beitrag zur aktiven Bürgergesellschaft. Und das ist es, was Bayern lebenswert macht.“

Zu den Geehrten gehört Anna Maria Aschmer aus Bellenberg. Sie habe sich, sagte Huml, durch besondere Fürsorge in ihrer Familie ausgezeichnet. Seit Jahren pflege sie „liebevoll und aufopfernd“ ihren Ehemann Engelbert im eigenen Zuhause. Laut Huml hat Engelbert Aschmer mit Mitte 60 einen Schlaganfall erlitten, sein gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich dann dramatisch. Er kann nur wenige Schritte aus eigener Kraft laufen, ist auf den Rollstuhl angewiesen. Schwerhörigkeit und Herzprobleme belasten ihn zusätzlich.

Seine Frau sei „Tag und Nacht“ für ihn da. Und das sei eine Aufgabe, die nicht nur körperlich Kraft koste, sondern auch mit vielen Entbehrungen verbunden sei. Eigene Interessen seien schon lange in den Hintergrund gerückt. „Das alles nehmen Sie klaglos in Kauf. Es ist Ihr unbedingter Wille, Ihrem Ehemann die Vertrautheit und das Gefühl der Nähe im eigenen Heim spüren zu lassen“, lobte die Ministerin. Ein Außenstehender könne nur schwer nachvollziehen, welche Motivation und Kraft das jeden Tag koste, seit mehr als 16 Jahren. Eine solche Fürsorge sei „in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich“. Daher die Auszeichnung als „Weißer Engel“.

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