Schüler helfen Christen

Schwester Hatune Dogan spricht auf Einladung des Lions Club und Schülern über Christenverfolgung: heute im Kolleg in Illertissen. Die Jugendlichen wollen eine Solidaritätsaktion in Gang setzen

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Schwester Hatune Dogan setzt sich weltweit für die Armen ein.

Die aus der Türkei stammende syrisch-orthodoxe Klosterschwester Hatune Dogan setzt sich weltweit für Minderheiten ein. Dafür wurde sie vor drei Jahren mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. "Es geht ums Überleben", heißt das Buch, das sie geschrieben hat. Darin erzählt Hatune Dogan, wie sie als Jugendliche mit der Familie aus der Türkei nach Deutschland fliehen musste. Und sie berichtet von ihrem Einsatz für die Christen im Irak. Sie beschreibt, wie diese Verfolgung und Misshandlungen ausgesetzt sind. Über ihre Arbeit und die "Christenverfolgung heute" spricht sie heute, Montag, ab 19.30 Uhr in der Aula des Kollegs der Schulbrüder in Illertissen. Die Veranstaltung wird organisiert vom Lions Club Illertissen und von Schülern des P-Seminars im Fach Religion des Gymnasiums.

Die 43-Jährige hat das Hilfswerk "Helfende Hände für die Armen" ins Leben gerufen, die "Schwester Hatune Stiftung" gegründet. Mehrfach ausgezeichnet wurde sie als Vermittlerin zwischen den Menschen verschiedener Kulturen. Sie lebt heute in einem syrisch-orthodoxen Kloster in Warburg in Westfalen. Von dort aus koordiniert sie den Einsatz von rund 5000 Mitarbeitern weltweit. Das Projektseminar, an dem 16 Elftklässler unter der Leitung des Prämonstratenserpaters Christian Hamberger teilnehmen, plant und organisiert eine Solidaritätsaktion unter Jugendlichen für verfolgte Christen weltweit. Der Abend im Kolleg in Kooperation mit dem Lions Club ist dabei ein Teil des Engagements: Die jungen Leute wollen Unterrichtsvorschläge für Religionslehrer entwerfen, um vor allem gleichaltrige Schüler auch an anderen Bildungseinrichtungen über Christenverfolgung zu informieren. Raphael Parzich (16) aus Jedesheim: "Ich denke, wir können etwas bewegen, vor allem weil wir auch mit anderen Schulen zusammenarbeiten wollen." Auf dem Plan steht zudem eine Unterschriftenaktion an die Bundesregierung. Die Schüler stehen in Kontakt mit Abgeordneten aus dem Menschenrechtsausschuss des Bundestags.

Vergangenes Jahr wurde Hatune Dogan mit dem Stephanus-Preis ausgezeichnet - dieser ist nach dem Diakon der Jerusalemer Urgemeinde benannt, der als erster Märtyrer wegen seines Bekenntnisses zu Jesus Christus gesteinigt wurde. Die Ordensschwester, so wurde bei der Preisverleihung betont, habe ihr Leben ganz auf die Hilfe für Verfolgte und Erniedrigte eingestellt. So versorge ihre Organisation rund 15 000 Patienten unabhängig von deren religiösem Bekenntnis mit Medikamenten und unterstütze Arme nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" durch Bildungsprogramme, bei dem Bau von Wasserbrunnen und bei dem Kauf von Nutztieren für Familien.

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