Schranken-Fans in Senden machen erneut Position deutlich

Es reiche, die Kreisstraße NU 3 auszubauen, um den Durchgangsverkehr aus Senden rauszuhalten. Das haben die Fans der Schranke am Donnerstag gesagt.

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Rund 250 Besucher haben sich am Donnerstagabend zu einer Infoveranstaltung des Sendener Gewerbeverbandes IHGV im Bürgerhaus eingefunden, Thema: Der Protest gegen die Schließung des Bahnübergangs in der Innenstadt und den Bau eines Tunnels an der Haydnstraße. Apotheker Hans Bumiller sagte, die Schließung sei ein "Unsinn". Offenbar seien der Bürgermeister und alle anderen, die für die Schließung seien, von einem Virus befallen, hätten "Schließzwänge" und einen "Tunnelblick". Die Idee, die Innenstadt attraktiver etwa für Cafébesucher zu machen, möge im Sommer ein Argument sein - aber leider sei es im Großteil des Jahres draußen kalt. Experten der IHK hätten bestätigt, dass der Handel in der City ohne Schranke "auf jeden Fall geschwächt" werde.

Der zweite Wortführer, Siegfried Heinisch, bemühte sich, die Argumente der Schließungs-Befürworter zu zerpflücken: Es gebe keinen Zeitdruck, da Bahn und Bund jederzeit zwei Drittel des Haydnstraßen-Tunnels bezahlen müssten. Die Schließzeiten würden sich mit neuer Technik verkürzen und nicht verlängern. Dazu gebe es ein Video der Bahn im Web. Der Bus überquere die Gleise heute schon. Die Rettungsdienste brauchten den Tunnel als Rettungsweg nicht. Die Unterführung sei kein Zeitgewinn, da sich der Verkehr auf der Westseite durch Wohngebiete quälen müsse. Zudem kämen durch den Tunnel 1,4 Kilometer Fahrstrecke dazu. Ergo seien die Kosten im Verhältnis zum Nutzen zu hoch. Um den Durchgangsverkehr rauszuhalten, genüge es, die "Umgehungsstraße" NU 3 auszubauen. Gewinner einer Schließung sei allein die Bahn.

Es gab aber viele kritische Wortmeldungen. So wurde der IHGV etwa aufgefordert, selbst ein Konzept für die Aufwertung der Innenstadt vorzulegen. Vorsitzender Joachim Reck sagte, dass könne der Verband nicht leisten. Ein anderer Redner wies darauf hin, dass der Bahnübergang ab 2018 mit zusätzlichen Ampeln gesichert werden, sich die Staus also verlängern werden.

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