Schöpfung schützen und bewahren

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Unter dem Motto „Schützt unser gemeinsames Haus“ setzt sich das katholische Hilfswerk Adveniat in diesem Jahr für die ursprünglichen Völker im Amazonasgebiet ein. Partner der Aktion aus Ecuador, Peru und Brasilien sind in der Vorweihnachtszeit in den deutschen Bistümern unterwegs, um über ihre Arbeit für die indigenen Völker in Lateinamerika zu berichten. In Roggenburg referierte Bischof Rafael Cob García: Der gebürtige Spanier kam 1990 als Missionar nach Ecuador und ist seit 1999 Bischof des Apostolischen Vikariates Puyo.

Zum Auftakt der Veranstaltung feierte Bischof García mit den Prämonstratenser-Patres und den Gläubigen eine Messe in der Klosterkirche. „Gott hat uns die Schöpfung geschenkt, um sie zu schützen und zu bewahren“, sagte der 65-Jährige. Er ist in Ecuador für ein Gebiet von rund 30 000 Quadratkilometern zuständig, in dem sieben Völker leben. 20 Priester seien im Einsatz, zu den Gemeinden kämen sie teils mit dem Boot, teils mit dem Flugzeug. Ein gutes Straßennetz gibt es in der Region nicht.

 In einem Vortrag schilderte der Bischof die Herausforderungen im Amazonasgebiet. „Wir sind zahlreichen Gefahren ausgesetzt.“ Öl-Förderung, Abbau von Mineralien und seltenen Erden, die Abholzung – alles das zerstöre Lebensräume. „Fische werden vergiftet, Wälder verschwinden, seltene Tierarten sterben aus.“ Der Lebensraum sei wichtig für die Welt. „Jeder fünfte Atemzug Luft, jeder fünfte Schluck Süßwasser stammt aus Amazonien.“

Viele setzten sich für den Erhalt des Gebietes ein, auch der Papst. Aber nicht nur überregionale Bündnisse, auch lokale Projekte seien im Amazonas-Raum dringend notwendig. García erläuterte anhand eines Projekts für Straßenkinder in Puyo, wie jungen Menschen dort Perspektiven gegeben werden. Über das Roggenburger Bildungszentrum sagte er: „Es freut mich, dass hier der Umweltgedanke schon an Kinder weitergegeben wird.“ Zentrums-Direktor Pater Roman Löschinger ging auf den Welt-Erschöpfungstag ein. Der Tag, an dem die natürlichen Ressourcen für das Jahr aufgebraucht sind, fand heuer am 8. August statt. „Wir leben ab dem Tag so, als gebe es eine zweite Welt.“

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