Schlechtes Plastik kommt im Kreis Neu-Ulm künftig in die Mülltonne

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Behördendeutsch kann faszinierend sein. Etwa, wenn es ihm gelingt, so unterschiedliche Dinge wie Plastikbadewannen, Gießkannen, Kunststoffblumenkübel und Sandschäufelchen unter einem Begriff zusammenzufassen: „stoffgleiche Nichtverpackungen aus Kunststoff“. Noch bis Jahresende können diese, wie gehabt, auf den Wertstoffhöfen im Landkreis Neu-Ulm entsorgt werden. Dann ist damit Schluss.

„Die Qualität stimmt nicht“, sagte Thomas Moritz vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises im Werkausschuss des Kreistags. Das heißt: Recyclingbetriebe weigern sich, die gesammelten Kunststoffe – im vergangenen Jahr waren es insgesamt 135 Tonnen – mitzunehmen. Nur 30 Prozent werden wiederverwertet, 70 Prozent landen im Weißenhorner Müllheizkraftwerk.

Dafür lohne sich aber der Aufwand einer getrennten Erfassung nicht, sagte Peter Dieling, der zuständige Bereichsleiter im Landratsamt. Weil zusätzliche Fahrten anfallen. Und weil die Bürger nicht irregeführt werden sollen. Es geht also auch um Glaubwürdigkeit. In der Konsequenz landen Plastikgießkannen und Co. künftig gleich in der Restmülltonne oder im Sperrmüll, um dann im Müllheizkraftwerk verbrannt zu werden. Ohne den Umweg über den Wertstoffhof. Es gibt aber Ausnahmen: Kunststofffenster und Rollläden können weiter abgegeben werden, Bau- und Agrarfolien werden gesammelt. 

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