Schießerei in Vöhringen: War Waffe manipuliert?

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Die Ermittlungen nach den Schüssen im Zuge eines Familienstreits am vergangenen Wochenende in Vöhringen laufen auf Hochtouren. Wie die Polizei am Montagnachmittag mitteilte, handelt es sich bei der sichergestellten Tatwaffe offenbar um eine „zu einer scharfen Waffe umgebauten Schreckschusspistole“. Projektile und andere entsprechende Beweismittel würden wie die Waffe selbst noch weiter untersucht, hieß es.

Wie berichtet, hatte ein 37-Jähriger am Samstagnachmittag auf einen acht Jahre jüngeren Mann geschossen und diesen dabei schwer verletzt. „Der Zustand des Opfers ist stabil. Er ist außer Lebensgefahr“, sagte Jürgen Krautwald, Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, auf Nachfrage. Das Motiv für die Gewalttat ist nach wie vor nicht bekannt. Völlig unklar ist auch, in welcher Beziehung Opfer und Täter genau zueinander stehen, ob sie etwa Brüder oder Cousins sind. Die Polizei hält sich bedeckt – mit Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen und den Persönlichkeitsschutz der Tatbeteiligten, wie der Polizeisprecher sagte.

Versuchter Totschlag

Am Montag waren Beamte der Neu-Ulmer Kriminalpolizei und des Landeskriminalamts in Vöhringen, um den Tatort unter die Lupe zu nehmen. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln derzeit wegen versuchten Totschlags. Mordmerkmale wie Heimtücke oder niedere Beweggründe sehen die Ermittler nicht als gegeben an. Das Opfer wurde „im Bereich des Oberkörpers getroffen“. Es gelang dem 29-Jährigen, den Schützen mit Pfefferspray in die Flucht zu schlagen. Der mutmaßliche Täter wurde kurz nach der Tat festgenommen. Ein Richter erließ Haftbefehl. Der 37-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft.

Zum Tatzeitpunkt befanden sich mehrere Familienmitglieder in dem Haus. Alkohol oder Drogen haben nach Angaben der Ermittler bei der Tat keine Rolle gespielt.

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