Rückendeckung für Salzmann

Einen Tag nach der CSU hat die DGO Jürgen Salzmann als gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten aufs Schild gehoben. Und zwar einstimmig.

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Vorsitzender Karl-Heinz Fink hat in der Nominierungsveranstaltung der Dorfgemeinschaft Oberelchingen (DGO) für die kommende Kommunalwahl in den Klosterbräustuben für spontane Heiterkeit gesorgt. Er freue sich, dass sich auch "Jugendliche" auf der DGO-Liste für einen Platz im Elchinger Gemeinderat bewerben. Gemeint war Daniel Berndl, auf Listenplatz 8 recht weit vorn platziert, der es aber auch schon auf 29 Jahre bringt. Die Äußerung Finks verdeutlicht symptomatisch die Lage der DGO: Die Listenkandidaten sind überwiegend im gestandenen Alter, junge Leute sind kaum darunter. Gerade mal 3 der 20 Bewerber sind 35 Jahre alt oder jünger. Zum Vergleich: Auf der Liste der CSU sind es 7.

Einstimmig haben 30 stimmberechtigte DGO-Mitglieder die Wahlliste absegnet. Derzeit stellt die Dorfgemeinschaft drei Gemeinderäte: Richard Rösch, Ludwig Flitsch und Brigitte Köhl. Köhl war für Josef Frey, der aus Elchingen weggezogen ist, in den Gemeinderat nachgerückt. Weil der 69-Jährigen, die sich noch immer als Übungsleiterin im SVO engagiert, eine weitere Wahlperiode schlicht zu viel geworden wäre, nimmt sie auf der Liste diesmal einen hinteren Platz ein.

Volle Unterstützung seitens der DGO erfuhr CSU-Bürgermeisterkandidat Jürgen Salzmann, der in die Versammlung gekommen war, um sich und sein Programm vorzustellen, wie er es tags zuvor schon bei der CSU getan hatte (wir berichteten). Salzmann, der bei der Polizei Neu-Ulm für das Einsatzgeschehen zuständig ist, wurde geschlossen zum gemeinsamen Kandidaten von CSU und DGO für den Chefsessel im Elchinger Rathaus nominiert. Salzmann sei "ein würdiger Kandidat", der "eine klare Vorstellung davon habe, wie es in Elchingen weitergehen soll", lobte Fink.

Während der Nominierungsveranstaltung sparten die DGO-Mitglieder nicht an Kritik am Amtsinhaber Joachim Eisenkolb. Dieser lasse vor allem Führungsqualitäten vermissen, agiere zögerlich und beweise - etwa beim Thema Bauland - zu wenig Durchsetzungsstärke. Junge Familien würden Elchingen vermehrt den Rücken kehren, weil sie kein bezahlbares Grundstück finden, hieß es in der Versammlung.

Der DGO sei schon früh klar geworden, dass für sie ein "Weiter-so" mit Eisenkolb nicht infrage komme. "Da mussten wir die CSU anschubsen", sagte Schriftführer Arthur Maile. Die Christsozialen hätten eine Weile gebraucht, "bis sie sich entschlossen haben".

Die Kandidaten der DGO

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