Raumnot bereitet Langenauer Verwaltung Sorge

Immer mehr Menschen zieht es nach Langenau. Auch die Zahl der städtischen Mitarbeiter wächst daher. Das hat Folgen für beide Verwaltungsgebäude am Marktplatz.

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Das Rathaus (Marktplatz 1, links im Bild) und das Nebengebäude (Marktplatz 5) reichen künftig nicht mehr aus, um alle städtischen Mitarbeiter unterzubringen.  Foto: 

Die Stadt Langenau wächst – und mit ihr die Verwaltung. Laut einer Prognose kommen in den nächsten 15 Jahren zehn Arbeitsplätze hinzu. Mittelfristig wären 55 Mitarbeiter beschäftigt. Zu viel für die bestehenden Räume. Aktuell sind neben den Büros im Rathaus („Marktplatz 1“) weitere Ämter und das Aktenarchiv im Gebäude „Marktplatz 5“ (M5) untergebracht, das sanierungsbedürftig und nicht barrierefrei ist.

Was also tun? Eine Entscheidung fiel in jüngster Ratssitzung noch nicht. Zwei Optionen soll die Verwaltung prüfen und samt Kostenschätzung vorstellen: einerseits eine dezente Erweiterung des „M5“ und weitere Räumlichkeiten etwa in der im Bau befindlichen Wörth-Kindertagesstätte, andererseits ein Neubau etwa am Standort der Arbeiterwohlfahrt (Awo) oder einem noch zu erwerbenden Grundstück.

Denkmalschutz nicht relevant

Rudolf Dick vom Bauamt, Beigeordneter Christoph Schreijäg und Bürgermeister Daniel Salemi hatten den Status quo und die Möglichkeiten vorgestellt. Laut Dick hat das Gebäude „M5“ keine besonderen Anforderungen an den Denkmalschutz. Jedoch bereite die Statik Sorge: „Die Stahlträger sind ausgelastet“, sagte Dick. Zwar sei eine Nutzung des Dachgeschosses als Büro weiter möglich, wobei aber die Archivräume von dort weg verlegt werden sollten – wegen des hohen Gewichts.

Theoretisch könnte das Gebäude „M5“ um Küche, Toiletten, Besprechungszimmer und Sozialraum so erweitert werden, dass alle Mitarbeiter dort und im Rathaus Platz finden. Einzig: „Die Nachbarn haben zwar Verständnis. Es gibt aber auch die klare Ansage, dass sie sich die Baulast nicht vorstellen können“, sagte Schreijäg mit Blick auf die Abstandsflächen. „Sie wollen keine Hinterhof-Atmosphäre.“

Damit komme nur eine Erweiterung mit Einhaltung der Abstandsfläche in Betracht. Was wiederum einen weiteren Standort erfordere – zum Beispiel in den Räumen der Awo, die sich für diese Lösung prinzipiell aufgeschlossen gezeigt habe. Alternativ sei freilich auch ein „Neubau auf der grünen Wiese“ möglich, ergänzte Salemi.

Diese große Lösung hält Rainer Hinkelmann (SPD) nicht für nötig. Zumal die Verwaltung in Zukunft aktenlos sein werde. Was den Raumbedarf reduziere.

Großer Handlungsbedarf

Dass es teuer wird, befürchtet auch Heinrich Buck (GUL). Er vermisste in den Ausführungen den Raumbelegungsplan, wie viele Räume also für wie viele Angestellte nötig sind. „Wir haben in Langenau keine übermäßig großen Büros“, erwiderte Bürgermeister Salemi. In seinem Büro müssten aus Platzmangel derzeit sogar Bewerbungsgespräche stattfinden, ergänzte er.

Im Awo-Gebäude bestehe „großer Handlungsbedarf“, merkte Helga Mack (CDU) an. Ob ein Umzug der Awo in die Wörth-Kita denkbar sei, wollte Leonhard Kraus (FWG) wissen. Die Awo benötige einen zentral gelegenen Raum, der das bisherige Programm ermögliche, sagte Salemi. Für Schreijäg ist indes eines besonders wichtig: „Es wäre schön, wenn jene Ämter, die aktuell im Gebäude Marktplatz 5 sind, dort bleiben.“ Schließlich sei es auch für die Bürger von Vorteil, wenn die Verwaltung der Gasversorgung neben der Außenstelle des Bauamts sei.

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