Rathauscafé kommt in Nersingen gut an

Gut 50 Gäste besuchen jeden Freitag das Rathauscafé, das seit einem Jahr besteht. Andere Vorhaben für Senioren kommen schleppend voran.

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"Der August hat uns zwar die Bilanz verhagelt. Das Rathauscafé wird aber sehr gut angenommen." Die Seniorenbeauftragte der Gemeinde Nersingen, Beate Müller, ist mit der Resonanz zufrieden. Gut 50 Gäste, darunter viele Stammgäste, kämen im Schnitt jeden Freitag ins Foyer der Gemeindehalle. Müller: "Wir sind wie eine Art große Familie." Und die feiert am Freitag das einjährige Bestehen des Cafés ab 13.30 Uhr - unter anderem mit dem Nersinger Musiker Manfred Haber.

Doch der Weg, den Nersingen zu einer senioren- und behindertengerechten Gemeinde zu beschreiten hat, ist noch weit. Zwar hat sich zweifelsohne schon einiges im Rahmen des Seniorenkonzepts getan: So wurde laut Müller das Anliegen der Älteren erfüllt, zwei Ruhebänke aufzustellen. Eine steht in Leibi am Bachweg, Ecke Elchinger Straße, eine zweite am Rebenweg nahe des Seniorenzentrums. "Auch das öffentliche WC am Rathaus war ein Wunsch von Senioren." Zudem gab es im September eine organisierte Reise nach Kärnten. Und der nächste Seniorentag, der wohl im kommenden April stattfinden wird, erfordert viel Planung und wirft seine Schatten voraus: Dort soll das neue Angebot einer Nachbarschaftshilfe beworben werden.

Was allerdings die knapp 30 Stolperfallen angeht, die bei den Begehungen aller Ortsteile im Winter und Frühjahr zu Tage getreten waren, "ist konkret noch nichts passiert", wie Müller auf Anfrage erklärt. "Im Zuge des Straßenunterhalts" werde nach und nach Abhilfe geschaffen. "Das wird mit geplanten Baumaßnahmen verknüpft."

Dass sich in dieser Hinsicht wenig getan hat, moniert etwa der Ex-Gemeinderat Erhard Bartsch. Und nicht nur er: Weil er für einen Behindertenparkplatz vor dem Edeka-Markt im Einkaufszentrum Riedle gekämpft hatte, hätten ihn einige ältere und behinderte Bürger auf die Problematik angesprochen, erklärt er der SÜDWEST PRESSE. "Es ist auch vielen Bürgern unerklärlich, dass Erkenntnisse, welche zum Beispiel Geschäfte betreffen, an diese immer noch nicht weitergegeben worden sind", sagt er. Dieses "heikle Thema" sei in der Tat "nicht weit gediehen", meint die Seniorenbeauftragte. Die Gemeinde könne dabei nur appellieren - was sie im kommenden Jahr auch tun wolle.

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