Photovoltaik auf den letzten Drücker

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Kurz bevor die Bundesregierung mögliche Kürzungen für Solarstromförderung beschließt, will die Gemeinde Holzheim eine Photovoltaikanlage auf das Dach der Halle ihres Bauhofs stellen. Das beschloss der Gemeinderat in einer eigens einberufenen Sitzung. Damit der Strom der Anlage noch nach gültigen Förderrichtlinien 24,43 Cent pro Kilowattstunde bekommt, muss voraussichtlich bis 1. April alles fertig montiert sein. "Wir wollen bei erneuerbaren Energien Vorreiter sein", betonte Bürgermeister Franz Wegele (CSU). Außerdem rentiere sich eine solche Anlage auch finanziell. Wegele hat bereits mit einer Beratungsfirma aus Ulm Angebote sondiert. Die Aufbauarbeiten laufen inzwischen. Auf dem Dach soll eine Anlage mit 30 Kilowattstunden Leistung montiert werden. Neben den Solarstrommodulen auf dem Schulgebäude wäre es die zweite gemeindeeigene Anlage in Holzheim.

Nach Angaben von Energieberater David Muhrer werden Bau und Betrieb der Anlage auf 20 Jahre gerechnet 76 000 Euro kosten. Der zu erwartende Gewinn während dieser Zeitspanne liege mit der derzeitigen Einspeisevergütung bei knapp 150 000 Euro. Paul Geiselmann (SPD) zeigte sich wenig beeindruckt. "Wenn man die normale Verzinsung plus Risiko einrechnet, ist es letztlich ein Nullsummenspiel." Dennoch stimmte Geiselmann, wie auch alle anderen Gemeinderäte, dem Bauvorhaben zu.

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