ÖDP fordert: Böden im Kreis Neu-Ulm besser schützen

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Ulrich Hoffmann ist gegen eine massive Versiegelung von Flächen.  Foto: 

Der Vorstand der ÖDP im Landkreis Neu-Ulm beklagt eine zunehmende Versiegelung kostbarer Flächen. Für den Aus- und Neubau von Straßen – beim Ausbau der B 10 zwischen Neu-Ulm und Nersingen, für Industrie- und Wohngebiete – würde „bedenkenlos deutlich zu viel Fläche verbraucht“, sagt der stellvertretende Kreisvorsitzende Ulrich Hoffmann aus Weißenhorn.

Hintergrund: Als einziger hatte Hoffmann im Weißenhorner Stadtrat gegen das neu ausgewiesene Industriegebiet Birkholz im Westen der Fuggerstadt gestimmt und in der Debatte in dem Gremium „Nachverdichtungen“ auch in Industriegebieten gefordert. „Dort gibt es viel zu viele Leerstände und Industriebrachen“, findet Hoffmann.

Es sei „eine fatale Entwicklung, dass im Landkreis nahezu jeder Ort von einem Industrie-Gürtel umgeben ist, der die Landschaft zunehmend verschandelt“. In Wohngebieten sei dies ähnlich. Sozialer Wohnraum für Familien in Mehrfamilienhäusern werde dagegen viel zu wenig geschaffen.

Die ÖDP unterstützt in dem Zusammenhang das von den Grünen initiierte „Volksbegehren zum Schutz der Böden und gegen schrankenlose Betonierung und Asphaltierung des Freistaates“. Hoffmann hofft, dass sich Natur- und Umweltverbände, Heimatpflege-Initiativen und auch die Kirchen an dem geplanten Volksbegehren beteiligen. „Unser Ziel ist ein breites überparteiliches Bürgerbündnis zur Bewahrung unserer Heimat. Es geht um den Schutz der Lebensgrundlagen Boden, Wasser und Artenvielfalt, aber auch um das Erscheinungsbild Bayerns als vielfältige Kulturlandschaft“.

2015 betrug der Flächenverbrauch im Freistaat laut dem Bayerischen Umweltministerium 13,1 Hektar pro Tag. Das entspricht etwa 18 Fußballfeldern. Pro Jahr werden demnach rund 48 Quadratkilometer Freifläche in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt.

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