Nur zwei Güterzüge

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Sechs Güterzüge nachts! Diese angeblich aus den Planfeststellungsverfahren für die Wiederbelebung der Bahnstrecke Senden-Weißenhorn stammende Information hatte diese Woche Wullenstetter und Sendener Stadträte aufgeregt (wir berichteten). Nun stellt Ingo Wortmann, Geschäftsführer der SWU-Verkehrstochter, klar: "Es handelt sich um ein Missverständnis." Offenbar seien die Abkürzungen SGV und SPNV durcheinandergeraten. SGV steht für Schienen-Güter-Verkehr - und der soll künftig wie auch heute schon mit täglich zwei Zügen stattfinden: einer fährt nach Weißenhorn und einer zurück. Allerdings dann im "Nachtzeitraum", vor 6 Uhr oder nach 22 Uhr. Er gehe aber davon aus, dass die Fahrten kurz vor dem ersten Personenzug oder kurz nach dem letzten rollen - nicht mitten in der Nacht. Genutzt wird die Strecke von drei Weißenhorner Firmen. Diese hätten gesagt, dass sie "mit Nachtfahrten leben können", sagt Wortmann.

Die Güterzüge am Tag fahren zu lassen, sie zwischen die Personenzüge zu klemmen, sei möglich. Jedoch sei die DB Netz, die den Fahrdienstleiter in Senden stellt, dagegen. In diesem Szenario würde der Güterzug einfahren, in Weißenhorn rangieren, die S-Bahn vorbeilassen und dann zurücktuckern. Die Zahl Sechs taucht in den Unterlagen übrigens auch auf, aber beim Schienen-Personen-Nah-Verkehr (SPNV): Sechs der täglich 38 Fahrten sollen in den Nachtstunden stattfinden.

Zum zusätzlichen Krach sagt der SWU-Mann: Nur bei einer "wesentlichen Änderung eines Schienenwegs" gelte die Verkehrslärmschutzverordnung. Das aber sei bei der Modernisierung der Strecke an sich nicht der Fall. Daher gibt es dafür keine Untersuchungen.

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